Karin Hirschmugl
 
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Amsterdam: Sex, Drugs und noch mehr Kultur

Zugegeben: Amsterdam stand schon seit langem ganz vorne auf der To-Do-Liste. Da gab es jetzt, wo es eine Direktverbindung von Graz in die niederländische Hauptstadt gibt, kein Halten mehr. Fünf Stunden dauerte es von der eigenen Haustür bis zur Unterkunft – mit Straßenbahn und Zug von Graz, Flugzeug, Zug und jeweils einem 20-minütigen Fußweg zu Beginn und am Ende. Und dann am besten: Zuerst Picknicken auf einem Bankerl an einer Gracht und den ersten Eindruck genießen!

Cityhopping nach Amsterdam

Wer viel Glück hat, kann schon um 149 Euro einen Direktflug von Graz nach Amsterdam und wieder zurück ergattern. In etwas weniger als zwei Stunden bringt uns Cityhopper, die Tochtergesellschafdt der KLM, hin. Unsere Embraer 175 hatte nicht ganz 100 Sitzplätze, recht komfortabel, nicht zu eng bestuhlt. Fürs Handgepäck ist ausreichend Platz, das „Jauserl“, das serviert wird (Wasserbecherl und eingeschweißtes Süßgepäck), kann man gemütlich einnehmen. Das Personal im Düsenflugzeug ist freundlich und hilfsbereit. Graz hat man schnell verlassen, der Flug ist angenehm, kein Rumpeln und kein Poltern.

Angeblich fliegt sogar der niederländische König Willem Alexander zumindest zweimal monatlich als Co-Pilot in KLM-Maschinen. Und das schon seit 21 Jahren! Ob er den Thalerhof schon anvisiert hat, ist bislang allerdings unbekannt, denn der 50jährige fliegt gern ohne großes Aufsehen: „Der Vorteil ist, dass ich die Passagiere immer im Namen des Captains und der Mannschaft willkommen heißen kann. Dann muss sich meinen eigenen Namen nicht sagen,“ verriet er erst kürzlich der Tageszeitung De Telegraaf.

Amsterdam-Graz und zurück

Besonders fein an der Graz-Amsterdam-Verbindung ist die Abflugzeit: Um 11:40 geht’s los, da braucht man erstens nicht bei Morgengrauen am Flughafen zu sein und zweitens ist man bereits am frühen Nachmittag in Amsterdam, wo der Tag sowieso viel später endet als bei uns.

Der Rückflug von Amsterdam startet allerdings  früher, nämlich normalerweise um 9:25 in Amsterdam. Dort macht es allerdings Sinn, mehr Zeit einzuplanen. Die Warteschlangen bei der Kontrolle können durchaus 30 bis 35 Minuten brauchen. Nur Menschen mit Nerven aus Stahl oder völlig Naive glauben, dass es in Schiphol ähnlich schnell geht wie in Graz. Bei vier Terminals mit jeder Menge an Gates kann schon mal der Laufschritt angebracht sein. Ja, die Wege zurück sind teilweise weit. Und auch die KLM wartet nicht.

Amsterdam ganz einfach genießen

Was man zwischen Ankunft und Abflug am besten macht? Amsterdam genießen! Sich freuen an der wunderschönen Innenstadt mit ihren schmalen, alten Häusern, den romantischen Grachten und an den freundlichen Menschen. Man kann über die vielen Arten von Cannabis staunen (und es auch an jeder Ecke riechen und auch kaufen).

Man kann tagelang durch die vielen tollen Museen streunen (Tipp: Karten für das Anne-Frank-Museum unbedingt 2 Monate vorher im Internet buchen!), herrliche Pancakes essen, Fahrräder mieten und in den Docks herumfahren, mit der Fähre zur alten NDSM-Werft schippern und mit einem Drink beim Cafe Noorderlicht die Füße ins Wasser halten oder an jedem ersten Samstag im Monat dort den europaweit größten Flohmarkt besuchen. Und zum Blumenmarkt und Bauernmarkt und ins Rotlichtviertel gehen, im Vondelpark chillen oder im Biergarten neben der De Gooyer Windmühle den Tagesausklang genießen.

Die Zeit ist sicher viel zu kurz. Deshalb muss man bald wieder kommen. Und das geht ja von Graz aus ganz schnell.

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Fotos: Karin Hirschmugl/Holding Graz

 

 


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