Holding Graz: asha Walleczek im Einsatz für die Familienfreundlichkeit
 
Bianca Riedl
 
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Familienfreundlichkeit: Sasha Walleczek lässt gegen Stress essen

„Es geht nicht um die Figur, es geht um dein Leben!“ sagt Ernährungsexperten Sasha Walleczek. Recht hat sie, denn Ernährung ist weit mehr als „Abnehmen“. Es geht um gute Laune, erholsamen Schlaf sowie mehr Energie und Wohlbefinden im Leben. Aus diesem Grund startet die Holding Graz für ihre MitarbeiterInnen ein Ernährungsprogramm – unter der Leitung von Frau Walleczek. Garantiert im Sinne der Familienfreundlichkeit und nach dem Leitbild des Konzerns. Der Seminarraum im Steiermarkhof ist zum Bersten voll. Eine kleine aber feine Abordnung unserer Redaktion hat sich unter die Leute gemischt und versucht die Stimmung zu eruieren. Angefangen von „Schatz, wir suchen uns gleich einen Sitzplatz neben dem Ausgang“ über „Mal schauen, wie die Walleczek in Wirklichkeit so drauf ist“ bis hin zu „Das Gulasch vorhin hätt ich nicht essen sollen…“. Der Vortrag ist der Startschuss für ein Ernährungsprogramm, an dem die MitarbeiterInnen der Holding Graz und ihre Angehörigen (da haben wir sie, die Familienfreundlichkeit) teilnehmen können. Und wir sind mittendrin, statt nur dabei. Bühne frei! Es ist Punkt 18 Uhr und es geht los. Leises Murmeln macht sich breit, manche beginnen zu kichern. Verdutzte Blicke und ausgestreckte Finger zeigen in dieselbe Richtung. Sie deuten auf eine lebensgroße… Banane. Redakteur Kevin hat sich zur allgemeinen Erheiterung in Schale geworfen und sitzt als gelbes Obst im Publikum. Keine 30 Minuten zuvor schenkte er Sasha Walleczek einen Bund Baby-Bananen, ein kleines Dankeschön für das Interview, für das sie sich freundlicherweise bereit erklärte. Und dann betritt sie die Bühne: Aus Film und Fernsehen bekannt, selbstbewusst, ein breites Lächeln auf den Lippen fragend: „Wie würden Sie reagieren, wenn Sie nach Hause kommen und Ihr Partner empfängt Sie mit den Worten ‘Schatz, heute hab ich was ganz Gesundes für dich gekocht!’?“ Allgemeines Lachen. Aber es stimmt: „Gesundes Essen“ ist in Österreich leider allzu negativ besetzt und gilt als notwendiges Übel, weitab von Genuss. Das beginnt schon mit dem Brokkoli-Kampf in den Kindertagen. In den kommenden 70 Minuten räumt sie mit so manchem hartnäckigen Vorurteil bezüglich gesunder Ernährung auf. Diäten funktionieren nicht! Wer dem Körper für eine gewisse Zeit lang Nahrung entzieht, suggeriert ihm, dass man sich gerade in einer Hungerperiode befindet. Wenn diese beendet ist, möchte unser Körper nur eines tun: wieder zunehmen und Reserven schaffen, falls in Zukunft noch eine Durststrecke auf ihn zukommen sollte. Da kommt schlichtweg der Höhlenmensch in einem durch. Resultat ist, dass man kurzfristig abnimmt. Sobald man aber wieder „normal“ zu essen beginnt, legt man zu – inklusive Reserve-Fettdepot (der altbekannte Jo-Jo-Effekt). Fazit: Nur wer lernt, seine Ernährung langfristig umzustellen, hat auch beim Abnehmen dauerhaften Erfolg. Ich bin ein Gorilla! Wir sind keine Löwen und keine Kühe, sondern Gorillas. Soll heißen: Im Gegensatz zum Essensrhythmus des Königs der Tiere bzw. des wiederkäuenden Fleckviehs, sollen wir in regelmäßigen Abtständen essen und dazwischen Pause machen. So wie es die Primaten auch pflegen. Hier kommt der Blutzuckerwert ins Spiel. Um diesen möglichst homogen zu halten, sollte man öfters essen (fünf Mal am Tag). Die Faustregel soll dabei lauten: Ein Handteller Eiweiß, eine Faust Kohlenhydrate und zwei Fäuste Gemüse. Das heißt, zu jeder Hauptmahlzeit isst man Eiweiß in der Größe und Dicke des eigenen Handtellers (wer große Hände hat, kann sich freuen…) – u.a. enthalten in Eiern, Fisch, Linsen, Bohnen, Tofu, Geflügel und Fleisch, mageren Milchprodukten sowie Nüssen und Samen. Dazu kombiniert man maximal eine Faust stärkehaltiger Kohlenhydrate. Dazu zählen Nudeln, Reis, Brot, Knödel, aber auch stärkehaltige Gemüse wie Kartoffeln und Mais. Die dritte Komponente ist das Gemüse in der Menge von mindestens zwei Fäusten. Wer Nachschlag möchte, kann gerne zulangen. Aber: zuerst vom Gemüse und erst in zweiter Linien Kohlenhydrate bzw. in letzter Konsequenz vom Eiweiß. Holding Graz: asha Walleczek im Einsatz für die Familienfreundlichkeit Essen ist Sünde Walleczek studierte Ernährungswissenschaften in England und brachte einen höchstinteressanten sprachlichen Denkanstoß in die Runde. Im anglo-amerikanischen Raum sündigen die Leute nicht wenn sie naschen, sie verwöhnen sich. Das englische Wort „treat“ bedeutet „Belohnung“ und wird im Zusammenhang mit Naschereien verwendet. Während man bei uns „sündigt“ und bei jedem Stück Schokolade umgehend an die dafür benötigte Zeit am Crosstrainer denkt. Eine doppelte Bestrafung quasi. Walleczek empfiehlt die 80:20-Regel, welche besagt: Macht man es die meiste Zeit richtig (80 % der Zeit), dann kann man hin und wieder tun und lassen was man will. Das heißt 20 % der Zeit kann man wirklich ALLES essen was man möchte. (Sie hat das wirklich so gesagt, wir haben das auf Band…) Familienfreundlichkeit geht durch den Magen Wieso aber der ganze Aufwand? Eine MitarbeiterInnen-Befragung im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung ergab, dass der Wunsch nach Angeboten zur gesünderen Ernährung sowie Gewichtsreduktion besteht. Viele Studien zeigen, dass sich Stress-Symptome mit den richtigen Nahrungsmitteln lindern lassen und seelisches Wohlergehen unterstützt werden kann. Stimmt also die Ernährung, geht es einem gut. Man hat den richtigen Antrieb und ausreichend Energie für das Privatleben und die Arbeit – ganz nach dem Holding Graz Leitbild und im Sinne der Familienfreundlichkeit. Und so starten unsere MitarbeiterInnen mit Beginn der Fastenzeit das 40-tägige Programm. Unterstützt von Walleczeks Team und vor allem unserer Personalentwicklung, die das Ganze überhaupt möglich macht. Gesundheitsbotschafter in den einzelnen Sparten begleiten unsere KollegInnen dabei. Die MANGOLDS-Betriebskantinen passen die Aufteilung des gesunden Speiseplans in Richtung Faustregel-Prinzip an. Tiptop! Das Team der Personalentwickllung und die GesundheitsbotschafterInnen der Holding Graz Stand Ovations einer Banane Am Ende des Vortrages gibt es tosenden Applaus für die Ernährungsexpertin, die sich sichtlich über das positive Feedback freut. Kevin hält es nicht mehr auf seinem Platz. Als sie in unsere Richtung schaut, flötet sie ins Mikro: „Standing Ovations von einer Banane kriegt man halt auch selten!“ Fotos: Emanuel Droneberger / Holding Graz Video-Kamera: Emanuel Droneberger, Video-Schnitt: Kevin Griebaum Musik: Bounce Sugar – Double You Banane: Kevin Griebaum / Holding Graz Links:

 


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