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René Knabl
 
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Barrierefrei baden

Egal ob barrierefreie Duschen und WCs oder Hilfsmittel, die den Einstieg ins Wasser für Personen mit Handicap leichter machen – das Sport- und Wellnessbad Auster in Eggenberg legt großen Wert auf Barrierefreiheit. Gudrun Steiner und Betreuer Michael Murgg sind bei uns zu Gast und werfen ein Auge auf die Sportoase.

An der Rezeption kommt auch der Betreuer ohne Probleme durch das Drehkreuz, denn dieser ist im Behindertenausweis vermerkt und kann deswegen die Angebote der Auster gratis nutzen. Eine Mitarbeiterin der Rezeption begleitet Frau Steiner zur Behindertenkabine. Am Weg dorthin erfährt sie, dass Jahreskartenbesitzern ein Schlüssel für die abgesperrte Umkleidekabine zu Verfügung gestellt wird.

Zu dritt geht es bequem eine Etage tiefer. Unten angekommen geht’s gemeinsam mit Bademeister Georg Halatsch zu den Kabinen. Dort sind auch WC und Dusche vorhanden, die reichlich Platz bieten.

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Nach dem Umziehen wird noch schnell ein spezieller Lift aufgebaut, mit dem Frau Steiner barrierefrei ins Becken gehoben wird. Dieser Lift ist nicht fix installiert, er kann auch im Lehrschwimmbecken befestigt werden und somit fällt auch dort der Einstieg für Kinder oder Schwimmanfänger leichter.

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Im Sportbecken hat Frau Steiner das Gefühl, als ob sie sich frei durchs Wasser bewegen könnte. „Ich gehe wirklich gerne ins Schwimmbad. Ich würde mich sogar als wahre Wasserratte bezeichnen.“ Aber nicht nur das Schwimmen, sondern auch das Tauchen zählt zu ihren Hobbys.

Vor meinem Treffen mit Frau Steiner habe ich mir nicht vorstellen können, wie RollstuhlfahrerInnen schwimmen. Dabei schaut es meinem Schwimmstil sehr ähnlich: Die Beine von Frau Steiner haben sehr viel Auftrieb, was sie auch ohne Bewegung über Wasser hält. Beim Schwimmen selbst muss sie nur aufpassen, dass sie durch den hohen Auftrieb mit dem Kopf auch immer über Wasser bleibt.

Nach einigen Minuten im Wasser wird sie wieder mit Hilfe des Lifts aus dem Wasser gehoben. Im Rollstuhl fährt sie zurück zur Kabine, wo sie die geräumige Dusche nutzt und sich umzieht. Dann öffnet sich die Kabinentür. Zum Vorschein kommt ein lächelndes Gesicht und gemeinsam fahren wir wieder mit dem Lift zur Rezeption. Nach diesen sportlichen Stunden in der Auster freut sich Frau Steiner bestimmt schon auf den nächsten Besuch.

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Fotos: René Knabl / Holding Graz

 


1 Kommentar

12/09/2013

Ich findes es toll, dass die Auster so behindertengerecht gebaut wurde. Da ich selbst betroffen bin, glaube ich aber, dass es einfacher für die Behinderten ist, wenn man nicht auf Hilfe anderer angewiesen ist, d.h. der Behindertenlift nicht erst montiert werden muss. Ich für meinen Teil habe es líeber. Ist nur eine subjektive Bemerkung.
Mfg
Christine Weber

PS: werde mir das alles noch vor Ort anschauen

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