auster triathlon kathrin schwarz
 
Kevin Griebaum
 
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Der Traum vom Triathlon

Eigentlich ist Kathrin Schwarz ein ganz normales Mädchen. Sie geht gerne aus, unternimmt viel mit ihren Freunden und möchte Karriere machen. Aber da gibt es etwas, das sie von den  meisten Frauen unterscheidet, obwohl man es ihr nicht anmerkt. Kathrin ist auf dem besten Weg, Triathletin zu werden.

September 2012 war der Monat, der die Wende gebracht hat. Seit damals trainiert sie zwei bis drei Mal pro Woche. Wir haben sie zu einem Schwimmtraining in der „Auster“ begleitet.

auster triathlon kathrin schwarz

Zwei Längen Brustschwimmen im Sportbecken zum Aufwärmen. Kathrin lässt sich von der Anstrengung nichts anmerken. Entweder ist sie eine gute Schauspielerin oder wirklich fit (wohl eher Letzteres). Danach wird gekrault. 500 Meter gilt es in diesem Stil zu bewältigen. Hier besteht kein Grund zur Eile, denn: „Man muss sich die Kraft gut einteilen können. Es hilft nichts, Erster beim Schwimmen zu sein, wenn dir dann am Rad und beim Laufen die Puste ausgeht“, erklärt Kathrin.

kathi kraul

Nach dem Kraulen kommt eine kurze Verschnaufpause am Beckenrand. Schweiß sieht man natürlich keinen, aber ihre Schultern bewegen sich im Rhythmus der Atmung schon etwas schneller auf und ab. Noch ist aber kein Handtuch in Sicht. Rückenschwimmen steht am Trainingsplan.

„Nein, beim Triathlon selbst schwimmt natürlich niemand Rücken“, lacht sie. „Das trainiert die eigene Stabilität im Wasser und ist ein wichtiger Teil meines Schwimmprogramms“, sagt sie, während sie noch immer schmunzeln muss. Rückenschwimmen beim Triathlon, lächerlich.

Technisch gesehen hat Kathrin sogar bei einem Triathlon schon mitgemacht. Allerdings bei einem sogenannten Sprint-Triathlon, quasi die „Light Version“ des Triathlons. Dort werden „nur“ 300 Meter geschwommen, 20 Kilometer Rad gefahren und 10 Kilometer gelaufen. Der große Traum ist aber der große Triathlon.

Vor dem Abwärmen wird nochmal kurz der Beckenrand umarmt. „Beim Triathlon geht es darum, nicht aufzugeben. Der Kopf spielt dabei eine große Rolle. Man muss durchbeißen und es wirklich wollen. Deshalb mache ich das. Ich will meine eigenen Grenzen überwinden und mental stärker werden.“ Ihre letzten Worte, bevor sie sich wieder abstößt und rückwärts durch das Wasser gleitet, mit jedem Paddler ein kleines Stück ihrem Ziel näher.

kathi grins

Fotos: Kevin Griebaum / Holding Graz

 


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