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Kevin Griebaum
 
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Des Kaisers neue: aus Altkleider mach Neukleider

Das Leiberl, für das man schon zu dick ist, die Weste, die einem nicht mehr steht, die Hose, die man eh auch in einer anderen Farbe hat – Altkleider für den guten Zweck spenden ist  – sozusagen – ein alter Hut. Spenden ist nicht nur gut für’s eigene Karma, sondern auch für die, die sich gerne günstig neu einkleiden. Ein roter Leitfaden.

Spenden? Ich mag meine Kleidung aber so gern!

Wir mögen unsere Kleidung auch, sonst hätten wir sie ja nicht. Aber irgendwann muss man sich auch von dem tollen Shirt oder dem kessen Rollkragenpulli verabschieden. Gelegenheiten zum Aussortieren gibt es genug: Umzug, Frühjahrsputz oder wenn der eigene Kleiderschrank schon kurz vor der Explosion steht. Wer die Altkleider dann nicht in den Müll wirft, sondern in Altkleider-Sammelcontainer der Holding Graz, tut absichtlich Gutes und darf sich damit auch gerne schmücken.

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OK, ich will spenden! Wie geht das?

Unkompliziert. Aber einige Kriterien gibt es schon. Am wichtigsten ist, dass man nicht davon aus geht, dass eine Altkleidersammlung gleichzeitig eine Abgabestelle für jegliche Fetzen ist. Die eingeworfene Kleidung sollte:

  • sauber, trocken und intakt sein
  • gefaltet und in Säcken verstaut sein (gilt vor allem für Woll- und Strickwaren, Wolldecken, Tisch-, Bett und Haushaltswäsche)
  • paarweise und gebündelt sein, wenn es sich um Schuhe oder andere Dinge handelt, die zusammen gehören.

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Ich hab’ hier so ein altes Ding, darf ich das auch spenden?

Folgende Dinge haben in den Alkleider-Sammelcontainern nichts verloren:

  • Kleider mit groben Verschleißspuren, Löchern, abgetrennten Ärmeln, fehlenden Knöpfen
  • Stark vergilbte Kleidung, abgetragene Kleidung von Kindern (Strumpfhosen, Unterbekleidung, Socken etc.)
  • Spielzeug, Stofftiere
  • Steppdecken und Polster
  • Nasse Ware (Vorsicht bei neben den Containern liegenden Säcken!)
  • Abfall
  • Medikamente
  • Stoffreste
  • Schmutzige, nasse Kleidung
  • Fetzen, Windeln und dergleichen

Und was passiert dann mit meinen Altkleidern?

Die Waren werden abgeholt, kontrolliert, sortiert und landen schließlich teilweise in den verschiedensten Second Hand Shops wie z.B. BAN. In einem der Carla-Läden der Caritas haben wir bereits einen Lokalaugenschein und Spontaneinkauf gewagt – mit positivem Ergebnis.

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… und sonst?

Wusstet ihr, dass…

  • in den steirischen Carlas pro Jahr ca. 1.200 Tonnen Sachspenden verwertet werden
  • in Graz ca. 600 Tonnen Altkleider pro Jahr gesammelt werden
  • in Graz ca. 260 Altkleider-Container aufgestellt sind
  • durchschnittlich pro Einwohner und Jahr etwa 2 Kilogramm Altkleider in Graz abgegeben werden (steiermarkweit liegt der Durchschnitt bei etwa 3,5 Kilogramm, wir Grazer haben also Aufholbedarf!)
  • in den letzten Jahren unter dem Stichwort “ReUse” auch Ziele im Bereich der Abfallprävention bzw. Vermeidung und Reduktion von Abfall, die Zusammenarbeit mit anderen sozialen Trägern, Gemeinden und Abfallwirtschaftsverbänden intensiviert wurden
  • in den Second-Hand-Shops von BAN und Carla nur Altkleider der Qualität 1 und 2 verkauft werden – mindere Ware wird zuvor aussortiert und z.B. zu Putzfetzen weiter verarbeitet
  • ein Teil der Altkleider, die in Holding Graz-Containern landen, nach der Sortierung in anderen Second-Hand-Shops in ganz Europa weiter verkauft werden

Ich fühl mich schon viel besser!

Genau so soll es sein! Auf die Altkleider, fertig, spenden!

 


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