Kevin Griebaum
 
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Ein elektrotastischer Fuhrpark

Wer weiß heute schon, was genau alles “in” ist, und was nicht? Kaum jemand hat die Zeit und die Ressourcen dafür, dauernd am Ball zu bleiben und die aktuellsten Trends mitzuverfolgen. Aber es gibt auch Entwicklungen, die sich im großen Stil abzeichnen, sodass man kein Experte für den neusten Jugend-Slang sein muss, um zu wissen, was “the next big thing” sein wird. In Sachen Mobilität wird “Elektro” deutlich groß geschrieben.

Die Holding Graz und ihre Töchter und Beteiligungen sind sozusagen total im Trend. Insgesamt sind über 70 Elektro-Fahrzeuge im Einsatz. Allein die Energie Graz hat 22 Fahrzeuge im Einsatz, in der Holding Graz (zusammengesetzt aus den Sparten Management, Linien und Services) sind es noch 21 – diese Zahl soll sich aber sukzessive erhöhen, um so immer mehr Emissionen einzusparen. Helfen dabei soll unter anderem auch ein Prototyp, der sogenannte “ELI”. Ein Elektro-Auto, das, wie seine großen Brüder in der Werkstätte Sturzgasse, von Müllsammler auf Kehrmaschine zu Salzstreuer und wieder zurück umgebaut werden kann.

Sparen – aber richtig!

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Sparen muss nicht immer gleich was Schlechtes sein. Bei CO2-Emissionen sparen, beispielsweise, ist nachhaltig und wichtig für uns alle. Die Holding Graz zeigt, wie’s geht: etwa 1/3 des Fuhrparks fährt mittlerweile elektrisch. Dadurch konnten seither über 28 Tonnen an Kohlendioxid und enorme Mengen Feinstaub eingespart werden.

Ausgezeichnet!

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Der Fuhrpark der Holding Graz ist sogar so vorbildhaft, dass er von Bundesminister Andrä Rupprechter ausgezeichnet wurde. Ende Februar 2014 fand die klima:aktiv mobil Konferenz statt, auf der Robert Schmied, dem Geschäftsführer der e-mobility, der Preis für klimaschonende Mobilität, Ökologie und Nachhaltigkeit übergeben wurde. Die Trendwelle ebbt hier aber nicht ab, sondern setzt fort: Um den elektrischen Fuhrpark weiterhin auszubauen, wird jedes Fahrzeug, das ersetzt werden muss, nach Möglichkeit durch ein elektrisches getauscht.

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Mitte Mai wurde die Holding Graz außerdem mit dem Post-Forward Award ausgezeichnet. Die Österreichische Post AG hat uns ein ganz besonderes Zertifikat verliehen, da im Jahr 2013 über eine Tonne Kohlendioxid bei der Zustellung von Poststücken an die Holding Graz eingespart werden konnte. Wie das ging? E-Mobilität, natürlich! Sauber, geräuschlos und kostengünstig geht es also in Richtung einer besseren Zukunft.

Auch unser Mann für die Innerstädtische Reinigung, Alois, ist mittlerweile auf ein E-Lastenrad von heavypedals umgesattelt worden. Mit seinem Kollegen Patrick halten sie nun auf bequeme und umweltschonende Weise die Stadt sauber.

“E-Auto, übernehmen Sie!”

“Ein Einsatzgebiet, für das man nur ein Elektro-Auto hernehmen kann, gibt es nicht”, räumt unser Fuhrparkmanager Helfried Ulrich ein. Aber: “für den innerstädtischen Betrieb gibt es dafür auch so gut wie kein Einsatzgebiet, für das sich nur ein Benzin- oder Dieselfahrzeug eignet. Deshalb haben wir einen gemischten Fuhrpark.” Derzeit sind noch mehr Fahrzeuge mit fossilem Brennstoff-Antrieb unterwegs, das soll sich aber im Laufe der Zeit ändern. Ob der Fuhrpark vollkommen auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge umgestellt wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Technik mit ersten Gehversuchen

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E-Mobilität funktioniert. Also, prinzipiell. Über kurze Strecken hat das E-Auto die Oberhand, wenn man es mit seinem Benzin- und Diesel-Kollegen vergleicht. Wenn die Distanz aber länger wird, werden viele Elektro-Autos allerdings in der Praxis unbrauchbar, da man die gewöhnlich verbauten Batterien (ohne Range-Extender, etc.) nicht einfach so aufladen kann, wie man einen Tank mit Sprit auffüllt. Lange Ladezeiten sind bei leerem Akku also ein Muss. Das Problem liegt also in der Technik: selbst fortschrittliche Batterien erreichen derzeit nur etwa knapp zehn Prozent der Energiedichte von Dieselöl.

Dabei ist die Technik eigentlich “nix neues”. Schon 1882 wurde eine Elektro-Auto gebaut, das ohne fossile Treibstoffe voran kam. Im Vergleich: dieses Modell von Ayrton & Perry erreichte rasante 14 km/h…

Fotos:
Bianca Riedl / Holding Graz
Emanuel Droneberger / Holding Graz
Daniel Hinterramskogler / APA
Kevin Griebaum / Holding Graz

 


1 Kommentar

20/05/2014

Super Sache………….nur weiter so !

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