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Alexander Fünck
 
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Ein Oscar für Dietmar!

“And the Oscar goes to…!” Noch ist es nicht soweit, aber wer weiß – vielleicht eines Tages…? Für die Verfilmung von “Jack Unterweger” wurde er als Häftling in die Karlau gesperrt. Im Vorjahr stand er dann auf der anderen Seite des Gesetzes und durfte im Tatort Michael Ostrowski verhaften, angefangen hat aber alles mit einer leidenschaftlichen Köchin aus der Südsteiermark. Unser Kollege Dietmar Muster ist Gebietsleiter bei der Graz Abfallwirtschaft und in seiner Freizeit mit Leib und Seele Filmstatist.

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Am Anfang war alles nur ein Spiel

Begonnen hat alles 2008 mit einem Gewinnspiel in einer Regionalzeitung. Darin wurden Statisten für Dreharbeiten gesucht, als Gewinn wurde “Einmal Filmluft schnuppern” versprochen. Nun, Dietmar hat gewonnen – das Gewinnspiel und jede Menge Erfahrung im Filmgeschäft. “Johanna, Köchin aus Leidenschaft” mit Anja Kruse war dann auch das erste Filmset für Dietmar. Die Dreharbeiten dazu fanden im Sommer 2008 im südsteirischen Weinort Gamlitz statt. “Eine perfekte Filmkulisse!”, ist Dietmar noch heute begeistert. Zwar war die “Rolle” noch sehr klein (Dietmar musste nur in einem Gasthaus am Tisch sitzen und sich mit anderen Komparsen unterhalten), doch die Liebe zum Film war geweckt. Und seine Darstellung dürfte einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben: rasch wurde Dietmar in die Kartei einer Agentur aufgenommen und erhält seither regelmäßig Angebote für Komparsen-Rollen. Dreharbeiten sind aber auch für Nebendarsteller sehr zeitintensiv, zum Glück komme in seinem Fall ein sehr verständnisvoller Arbeitgeber dazu, ist Dietmar dankbar. Und dass Dreharbeiten etwas sehr Spontanes sind, zeigt  “Soko Donau” in den Grazer Schloßberg-Kasematten. Dabei kam es zu einem harmlosen Zwischenfall, versehentlich wurde dabei ein Teil des Filmsets unter Wasser gesetzt. Die Folge war eine Drehpause, und so konnte Dietmar (er spielte hier einen uniformierten Polizisten) auf einen Kaffee in das Schloßbergrestaurant gehen. Ein Mitglied der Filmcrew ersuchte ihn aber dann doch, die Uniformjacke umzudrehen, schließlich wolle man ja keinen falschen Eindruck erwecken…

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Betrunken vor der Kamera

Für “Die Kraft, die Du mir gibst” im Jahr 2013 musste Dietmar in die Rolle eines betrunkenen und randalierenden Zeltfestbesuchers schlüpfen, der nach einem Raufhandel im LKH-West in der Notaufnahme landet. Die täuschend echt aussehenden Wunden an Kopf und Händen waren selbstverständlich das Werk von Maskenbildnern. Diese Dreharbeiten waren jedoch besonders herausfordernd. “Es ist gar nicht so leicht, einen Betrunkenen zu spielen!” Schließlich gebe es auch bei Statisten “aktive” und “passive”. An einem Tisch im Hintergrund zu sitzen, oder mal eben kurz als Passant über einen Zebrastreifen zu gehen ist das eine, aktiv im Bild einen Betrunkenen zu spielen dann doch etwas anderes. Auch sehr interessante Orte kann man im Rahmen von Dreharbeiten kennenlernen. Für die Verfilmung der Lebensgeschichte des “Häf’npoeten” Jack Unterweger wurde Dietmar in der Grazer Haftanstalt Karlau als Häftling in eine authentische Gefängniszelle gesperrt – Wand an Wand mit “echten” Gefangenen. Für die Tatort-Folge “Paradies”, die im Vorjahr unter anderem am Flughafen Graz gedreht wurde, musste Dietmar wieder als Gesetzeshüter fungieren. Das positive am Statisten-Dasein ist auch, die Hauptdarsteller der Filme näher kennenzulernen. Adele Neuhauser, die “Bibi” in den österreichischen Tatort-Folgen, sei eine “ganz besonders sympatische Person!” ist Dietmar ganz Fan. “Bei den Drehpausen setzte sie sich zu uns Komparsen und wir haben gemeinsam gejausnet!” Dabei bleibt natürlich auch Zeit für das eine oder andere Erinnerungsfoto. Überhaupt war dieser “Tatort” ein Heimspiel, gedreht wurde nämlich auch in der Holding-Zentrale am Andreas-Hofer-Platz.

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Warten auf den ersten Satz

Fragt man Dietmar nach seinen Wünschen für kommende Statisten-Rollen, bekommt man auch umgehend eine nur allzu verständliche Antwort: “Ich würde ganz gern einmal einen Satz sagen!” “Nur einen Satz?” “Ja, klar!” lacht Dietmar. Statisten mit Sprechrollen seien zumeist SchülerInnen einer Schauspielschule und werden extrem streng gecastet, erfahren wir weiter. Aber so wie wir unseren Kollegen kennen und schätzen gelernt haben, ist auch das nur eine Frage der Zeit – und Cut!

Fotos: Dietmar Muster / Holding Graz

 

 


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