René Knabl
 
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Fundbüro Auster – ey Mann, wo ist mein Handtuch?

Alle Jahre wieder ist es so weit. Die Revisionssaison in unseren Schwimmbädern startet und die Angebote der Badeoasen werden leider etwas eingeschränkt. Doch dieser Rundumputz ist notwendig! Verblüffend ist jedoch nicht das leerstehende Schwimmbecken, das grundsätzlich mit Wasser und den darin schwimmenden Badegästen gefüllt ist. Außergewöhnliches verbirgt sich sowohl im Badebereich unserer Gäste als auch im Austerschen Untergrund.

Allerhand sammelt sich über Wochen und Monate an

Der erste Zwischenstopp ist ein Raum, in dem ein riesiges Regal gefüllt mit hinterlassenen Gegenständen der Badegäste steht. Von Handtüchern über Wasserbälle und Trinkflaschen, bis hin zu einer Kühlbox und einem Roller.

Gefunden werden diese alltäglichen Utensilien auf der Liegewiese und im Innenbereich des Sportbades. Obwohl diese Sachen jederzeit von ihren Eigentümern abgeholt werden können, meldet sich nur eine Handvoll Personen, die etwas im Bad vergessen oder verloren haben. Liegen nun diese Badetücher und Tauchbrillen nutzlos und über einen langen Zeitraum im Regal, schwindet auch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sein verlorenes Gut abholt. Wenn das der Fall ist, werden die Gegenstände in Schachteln eingepackt und am Charity-Flohmarkt verkauft. Der Erlös kommt dann schwerstbehinderten Kindern zugute.

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Eine haarige Angelegenheit

Eine Etage tiefer sorgen unzählige Filteranlage dafür, dass das Wasser in allen Becken, also auch im Wellnessbad nebenan, gereinigt und sauber zurückgepumpt wird. Um die gesamten Wassermengen zu filtern, benötigt die Maschine für ein Becken ungefähr zwei Stunden. Im Filter selbst sind manchmal Gummiringerl, Ohrringe und auch Kaugummis anzufinden. Der größte Teil, der aufgefangen wird, besteht jedoch nicht aus Accessoires oder klebrigen Kaugummiresten, sondern aus einer erheblichen Haarmenge. Sowohl kurzes als auch langes Haar bleibt aber im Filtersystem hängen und wird entsorgt.

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Die Perle im Fundbüro Auster

Wie es der Zufall wollte, tauchte auch heuer wieder etwas Neues auf. Das erste Mal kommt eine Perle ans Tageslicht. Entweder produziert unser Bad selbst Perlen und das in einer kürzeren Zeit als Muscheln dafür benötigen, oder es handelt sich um ein nicht ganz so teures Schmuckstück aus dem Accessoire-Laden. Für uns hat die Perle jedenfalls einen sehr bedeutsamen Wert, arbeiten ja gerade wir in der Perle von Graz.

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Fotos: René Knabl / Holding Graz

 


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