Kevin Griebaum
 
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Holding Graz Linien: Wusstet ihr, dass…

… sich die Holding Graz Linien von einem PS bis zur über 500-fachen Erdumrundung entwickelt haben? Nein? Dann unbedingt weiterlesen, hier gibt es nicht nur interessante geschichtliche Fakten, sondern Zahlen und Daten zur aktuellen Entwicklung, was so hinter den Kulissen der Holding Graz Linien los ist. Hier eine kleine Übersicht.

First things first: Geschichtliches.

Um eine ordentliche Chronologie hin zu bekommen, müssen wir auch ganz am Anfang beginnen: Wir schreiben das Jahr 1878. Damals wurde die erste Pferdetramwaystrecke eröffnet.

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Dann ein Sprung 20 Jahre in die Zukunft: 1899 ist der Grundstein für die heutige Zivilisation gelegt worden – die erste elektrische Straßenbahn kommt zum Einsatz. 1906 sind es schon 10 Linien, die in Graz täglich Menschen von A nach B bringen. Bisher sind es aber nur Straßenbahnen im öffentlichen Verkehrsnetz von Graz. Ab 1928 wird die erste, dieselbetriebene, Autobuslinie eingeführt.

Langsam kommen wir der Neuzeit näher. Zwischen 1941 und 1967 sind zusätzlich  Oberleitungs-Busse oder kurz O-Busse, in Betrieb.

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Unser wichtigstes Gut: Fahrgäste

Genug jetzt aber mit Geschichtlichem, kommen wir zum heutigen Tag! Und gleich ein Quiz:
Wenn Österreich derzeit knapp 8,5 Millionen Einwohner hat, wie viele Fahrgäste haben die Holding Graz Linien (grob geschätzt) im Jahr 2012 transportiert?

A) Etwa 1 Million
B) Etwa 10 Millionen
C) Etwa 100 Millionen

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Tatsächlich ist Antwort C richtig – genauer gesagt waren es 102.159.844 Menschen, die mit Bus und Bim unterwegs waren. Das sind etwa 280.000 Personen pro Tag. Daraus ergibt sich folgende Aufschlüsselung:

  • 52,4 % aller Fahrgäste sind mit der Straßenbahn und
  • 46,8 % mit dem Bus unterwegs. Wer genau schaut, erkennt, dass das aber noch nicht 100 % ergibt. Weiters sind
  • 0,4 % mit der Schloßberggbahn und
  • 0,4 % mit dem Schloßberglift unterwegs.

Klingt nach einer ganzen Menge, ist aber doch nicht so verwunderlich: Immerhin transportiert allein die Linie 7 (Wetzelsdorf – St. Leonhard) pro Werktag rund 45.000 Fahrgäste. Im Vergleich dazu bildet die Linie 3 (Laudongasse – Krenngasse) ein mageres Schlusslicht mit “nur” rund 17.000 Passagieren pro Werktag.

Qualmende Reifen und glühende Leitungen: alles rund um die Fortbewegung

Graz mag zwar nicht besonders groß sein, aber die Holding Graz Linien kriegen ganz schön viele Kilometer zusammen. Schmeißt man alles in einen Topf, hätten wir im Jahr 2012 genauso gut 508 Mal die Erde umrunden können (das sind etwa 20.357.592 Kilometer) – und das bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 22, 7 km/h.

Haltestelle ist nicht gleich Haltestelle – nicht nur, weil man bei der einen aussteigen muss und bei der anderen nicht, sondern auch deshalb, weil zwischendrin und darüber hinaus einiges passiert. Beispiele: Durchschnittlich sind alle Haltestellen 377,6 Meter voneinander entfernt. Das Projekt GUARD der TU-Graz hat errechnet, dass die mittlere Fahrzeit (Teit Start – Ziel inklusive Wartezeit bei Umstieg) 16,6 Minuten pro Fahrgast beträgt. In diesen guten 16 Minuten wird es in der Straßenbahn aber sicher nicht langweilig, mittlerweile sind etwa 450 Monitore in den Bims verbaut, auf denen Infoscreen läuft. Unter anderem hat auch die Holding Graz dort ein Format namens “Stadttelegramm“.

Mehr Infos:

 


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