Das Tagesgeschäft in den Werkstätten
 
Kevin Griebaum
 
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Kein Warten auf Wartung

„Hier gibt’s nix, was es nicht gibt“, sagt Robert Haslinger, während er uns durch sein arbeitsreiches Arbeitsreich führt. Und man spürt, hier in der Kommunalwerkstätte der Holding Graz gehen Profis ihrem Job nach. Der Lokalaugenschein bestätigt die Aussage des Spartenbereichsleiters, hier gibt es tatsächlich alles: Hebebühnen, Bremstestanlage, Lackiererei, Spenglerei – die Liste lässt sich noch erweitern. Repariert, gewartet und umgebaut wird hier so gut wie alles. „Das Know-how kommt aus der Tradition“, sagt Haslinger mit einem leicht stolzen Unterton. „Die Gebäude dieser Werkstätten sind mehr als hundert Jahre alt, damals hat man hier Pferdefuhrwerke serviert. Heute wird das Wissen, das über die Zeit angesammelt worden ist, von Mitarbeiter zu Mitarbeiter weiter gegeben“.

Das ist auch notwendig, denn hier ist absolutes Fachwissen gefragt. Jährlich wird ein Großteil des Fuhrparks saisonal umgerüstet. Sprich: Winteraufbauten gegen Sommeraufbauten gewechselt und umgekehrt. So wird beispielsweise aus einem Straßenspritzwagen ein Schneeräumfahrzeug. Bei einem Fuhrpark mit etwa 400 Fahrzeugen eine ordentliche Leistung.

Das Tagesgeschäft in den Werkstätten bleibt aber die Reparatur und Wartung der Autos. Sei es die Kehrmaschine, das Müllauto oder der Kanalwagen. „Ersatzteile passen nicht immer, aber auch dafür haben wir eine Lösung“, sagt Haslinger, bevor er eine schwere, graue Tür öffnet. Im Raum dahinter liegt das, was die Wartungsarbeiten erst ermöglicht: Spezialwerkzeug und Ersatzteile für so ziemlich jedes Fahrzeug. Dabei ist der Lagerraum gar nicht so groß. „Das liegt daran, dass hier die gängigsten Materialien lagern. Wenn wir dringend ein Teil benötigen, können wir ein ähnliches nehmen und es entsprechend ummodellieren, bis das richtige Teil bestellt und eingetroffen ist.“

Wäre es nicht eine Alternative, Ersatzteile gleich selbst herzustellen? „Das machen wir ebenfalls in unseren Kommunalwerkstätten. Das Know-how dazu haben wir jedenfalls“, tönt es durch einen breiten Grinser. Unser Rundgang endet nach einer knappen Stunde wieder vor der Hauptwerkstatt, wo gerade ein fertig gewartetes Müllauto langsam rückwärts aus den Toren schiebt, während im Gebäude nebenan an einer Müllzerkleinerungswalze für die Sperrmüllanlage in der Sturzgasse gefräst und geschweißt wird. Fazit: viel Potenzial auf wenig Raum – aber das wird sich bald ändern: Schließlich laufen die Bauarbeiten für die neue Kommunalwerkstätte bereits auf Hochtouren. Der 3.600 m² große Hallenneubau wird u.a. über eine Diagnosestraße, mehrere Montagegruben und hydraulische Scherenhubbühnen verfügen.

Fotos: Lucas Kundigraber / Holding Graz, Kevin Griebaum / Holding Graz

 


3 Kommentare

20/10/2014

Sagt mal, arbeitet ihr eigentlich auch mit dieser Firma zusammen: http://www.gl-verleih.de/ ? Wir hatten öfter mit denen zu tun und würde mich interessieren, ob man vllt mit euch auch etwas machen könnte?

Antworten
    20/10/2014

    Hallo Stefan, am besten da fragst du bei den Services-KollegInnen in der Sturzgasse gleich direkt nach: Holding Graz Services Abfallwirtschaft, Sturzgasse 16, 8020 Graz, 0316 887-7272
    liebe Grüße
    Bianca

    Antworten
04/11/2014

Danke!

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