Schrebergarten-Idylle inmitten von Graz
 
Kevin Griebaum
 
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Knusper, knusper, Knäuschen – ein Heimgarten ohne Hexerei

Ein bisschen stolz wirkt Sigrid Zwickl schon, als sie durch die Allee spaziert und die Häuschen der Pächter begutachtet. Es wird fleißig gegrüßt und gewinkt, kleine Nettigkeiten über den Zaun ausgetauscht und der aktuellste Tratsch nebenbei erledigt. Hier ist es schön. Eine perfekte Idylle abseits der schnelllebigen Innenstadt.

Etwas versteckt ist er aber auch, der Schrebergarten an der Kanzel, in der Nähe von Andritz. Aber das dürfte wohl auch im Sinne der Pächter sein, die sich dort ein Häuschen hingestellt haben. Schließlich will man sich hierher zurückziehen können, abschalten. Wer sich hier mit Gartenhaus niederlässt, hat so etwas wie eine zweite Familie gefunden.

Sigrid Zwickl in ihrem Gartenhaus im Schrebergarten

Der Grund, auf dem die 101 Parzellen liegen, gehört der Holding Graz. Verwunderlich eigentlich, denn wenn man an die Holding Graz denkt, fällt einem als erstes wahrscheinlich „Straßenbahn, Bus, Freibad“ ein. Umso wichtiger ist es, die Vielfalt des Konzerns zu betonen. Wir sind auch Abfall, Wasser, Grünraum, Flughafen, Straßenerhaltung, Bestattung – und eben auch Heimgarten. Graz ist zwar nicht gerade eine Asphaltwüste, einen Garten nennen aber die wenigsten Wohnungsbesitzer ihr Eigen. Der Traum vom Häuschen im Grünen lebt also.

„Wir haben eigentlich keine klar definierte Zielgruppe“, heißt es von Sigrid Zwickl, der Schriftführerin des Gartenvereins, als sie winkend an einem Grundstück vorbeischlendert. Sie wirkt ein wenig wie die gute Tante, die man sich in einem Märchen vorstellt. Ein paar Lachfalten im Gesicht machen sie noch sympathischer. Diversität und Akzeptanz innerhalb des Schrebergartens geht sogar so weit, dass hier Hunde erlaubt sind. „Katzen wären es ja eigentlich auch, aber weil viele Pächter hier Hunde halten, wären die Tiere nur arm“. Hausfrieden wird hier groß geschrieben.

200 Quadratmeter stehen nach Pacht zur freien Verfügung. Als erstes muss aber ein Fundament her, damit das Häuschen auch auf solidem Grund gebaut wird. Auch wegräumbare Pools sind gestattet. Wenn man sich die Grundstücke so anschaut merkt man nicht nur, wie viel Zeit, Geld und Liebe in die Häuser gesteckt wurde, sondern auch, wie viel Zufriedenheit ihre Besitzer ausstrahlen.

Glück ist also doch käuflich, für 480 Euro pro Halbjahr.

Fotos: Kevin Griebaum / Holding Graz

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6 Kommentare

25/03/2014

Hallo!!haben sie noch einen kleinen Garten zu vermieten??wir suchen schon sehr lange einen..haben aber leider noch keinen mit nicht zu hoher ablöse gefunden

Antworten
17/05/2015

ich grüsse sie,
es hört sich an wie in ein kleines Paradies zum abschalten vom Alttag ,wir suchen schon länger leider noch nichts dabei gewesen ,hätten sie noch ein Plätzchen für uns???

MfG Gabriele Dolgener

Antworten
17/05/2016

Guten tag. Ich würde gern für mich unreine zwei Kinder einen Heimgarten suchen. Weiß wer wo es einen freien gibt

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