René Knabl
 
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Lasset die Schnitzeljagd beginnen!

Ein etwas bewölkter und dennoch warmer Sommertag. Genau das richtige (Berg)Wetter um eine Schnitzeljagd am Schöckl zu starten. Elena, Luca und Michael begeben sich in 1445 Meter Höhe auf die Suche nach den versteckten Hinweisen. Einen Vorteil haben die Kids bereits vor dem Start, denn sie sind öfters am Grazer Hausberg unterwegs als man denkt.

Nach der herzlich schüchternen Begrüßung in der Schöckl Talstation müssen sie schon nach dem Einstieg in die Gondel ihre Augen weit aufsperren.

„Der erste Hinweis der ist einfach. Hinein in die Gondel und Augen auf, denn der Weg nach oben, der hat es drauf. Blickt nach unten, ihr werdet die Straßen sehen. Zählt mit und wir werden oben zum nächsten Hinweis gehen.“

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Als sie dann oben angekommen sind und die richtige Antwort parat haben, bekommen sie schon den nächsten Umschlag in die Hand gedrückt.

„Die Straßen habt ihr wohl gefunden, denn jetzt drehen wir am Schöckl unsere Runden. Im Osten, im Westen, überall, da gibt es Holzleisten und das ist kein Zufall. Wählt eine Richtung und schreitet entlang, ein Tipp am Rande, die Sonne geht wo auf in unserem Lande?“

Kaum haben sie den Zettel durchgelesen, brechen sie zum Ostgipfel auf. Ihre Schritte werden mit jedem zurückgelegten Meter immer größer. Und in wenigen Minuten haben sie Hinweis Nummer 3 in einem Hohlraum eines alten, gefällten Baumes gefunden.

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Luca reicht ihn seiner großen Schwester und die beiden Jungs hören ihr aufmerksam zu:

„Sind das Ufos? Sind das Teller? Fragt im Alpengasthof doch den Kellner! Er wird euch helfen und euch erklären, was es damit auf sich hat. Das kann ich euch schwören.“

Spielend legen sie den Weg über die Holzbretter zum Alpengasthof zurück. Dort erhalten sie wertvolle Tipps über die richtige Abwurftechnik der Disc-Golf-Scheiben und auch einen weiteren Hinweis:

„Jetzt wisst ihr was ihr machen müsst, um ans Ziel zu gelangen. Nehmt die Teller, geht zum Korb und durch Anstrengung werdet ihr den nächsten Hinweis erlangen.“

Als wir den Alpengasthof nach wenigen Minuten wieder verlassen, fällt ihnen natürlich der Hexenexpress sofort ins Auge. Sie würden gleich ein paar Runden mit der Rodelbahn drehen, aber der Reiz, den nächsten Umschlag zu finden, ist doch etwas größer.

Am Westgipfel angelangt, sehen sie schon von Weitem die Abwurfstelle für den Disc-Golf-Korb. Elena und Luca benötigen nur fünf Würfe, um die Scheibe im Korb zu platzieren. Michael hat sich leider etwas mit dem Wind verrechnet und schießt knapp vorbei. Aber beim siebten Wurf liegt auch seine Scheibe im Metallgestell.

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„Bei der nächsten Station geht es rasant zu. Was es ist, das erratet ihr sicher im Nu. Die Aufgabe, ihr kennt sie bereits, jetzt zählt ihr anstatt Wege die Hansis bei der Rodelbahn abseits. Wenn ihr es schafft gibt es eine Belohnung. Eine weitere Fahrt, aber diesmal mit Schwung!“

Alle drei sammeln schnell ihre Disc-Golf-Scheiben ein und laufen zurück zum Alpengasthof, um sie dort abzugeben. Danach können sie endlich zum Hexenexpress gehen und dort die Hansis zählen. Michael und Luca treten gemeinsam die Fahrt an. Elena bezwingt alleine die Kurven der Rodelbahn. Nach wenigen Minuten kommen alle drei wieder von ihrer flotten Fahrt zurück und laufen auf mich zu. „Wir haben neun gezählt! Es waren neun Hansis!“ Ob das wohl richtig ist, erfahren wir, als wir uns zur Hansi-Box bei der Bergstation begeben. Und tatsächlich! Sie hatten richtig gezählt!

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Und wie bereits im Hinweis geschrieben war, dürfen sie noch einmal mit dem Hexenexpress fahren. Diesmal wollte Luca, dass ich mit ihm die Fahrt antrete. Das hab ich dann auch getan. Auf die Frage „Warum bremst du in der Kurve? Das ist dann ja voll langsam!“ kann ich nur mit einem Lachen antworten.

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Zugegeben. Wir sind öfter als zwei Mal gefahren, aber der Spaß hat sich ausgezahlt. Bei der Kassa bekommen sie dann den nächsten Hinweis:

„Richtig gezählt oder richtig geraten? Jetzt gibt’s was andres, was zu schlürfen und vielleicht einen Braten. Nach der schnellen Fahrt braucht ihr sicher eine Pause. Der perfekte Zeitpunkt für eine kleine Jause.“

Das lassen sie sich nicht noch einmal sagen. Vom Hexenexpress wandern wir über Stock und Stein zur Halterhütte hinunter. Nach der Bestellung von drei roten Kracherl folgt zwar kein Braten, aber immerhin eine Fritatensuppe für Elena, sowie eine Leberknödl- und eine Kaspresssuppe für Luca und Michael. Nach einigen interessanten Gesprächen über Videospiele, den Schöckl und über die über uns fliegenden Paragleiter, bringt eine Kellnerin den siebten und letzten Umschlag zu uns und gibt ihn Michael.

„Das Glas ist leer, der Bauch ist voll, die schöne Aussicht vom Schöckl ist wirklich ganz toll! Doch mit der Pause ist es nun vorbei, wir fahren wieder runter und sagen leider Bye, Bye.“

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Der Weg zurück zur Bergstation wird immer wieder von den selben zwei Fragen unterbrochen. Ob es jetzt wirklich schon vorbei sei und, was eigentlich zu erwarten war, ob sie nochmals mit dem Hexenexpress den Berg hinunter düsen dürfen. Danach sind wir noch drei Mal mit der Rodelbahn gefahren und dann haben sich unsere Wege leider getrennt.

Ich darf mit ganzem Herzen sagen, dass diese Schnitzeljagd einer der schönsten Tage in meinem diesjährigen Praktikum war. Hoffentlich sieht man sich bald wieder. Hoffentlich sieht man Dich bald am Schöckl (wieder)!

 

Fotos: René Knabl / Holding Graz

 


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