Kevin Griebaum
 
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Lehre, wem Lehre gebührt: Alles waagrecht, Franz?

Staubig, verdreckt, verschwitzt und sehr glücklich steigt Franz wie ein Phönix aus der Asche nach einem harten Arbeitstag aus der tiefer gelegten Baustelle empor. In seinen behandschuhten Händen hält er Präzisionswerkzeuge: einen Gummihammer und eine Wasserwaage. So sieht eine Lehre als Straßenerhaltungsfachmann aus.

Selbstverständlich beginnt der Tag früh. Während wir um halb 7 noch im Land der Träume sind, ist Franz König mit seinem Papa bereits in der Arbeit angekommen. “Durch ihn bin ich überhaupt erst dazu gekommen, er ist ebenfalls Straßenerhaltungsfachmann” – die Berufswahl und der obligatorische Tritt in die Fußstapfen fiel somit nicht schwer. Aber, man soll ja tun, was man liebt. Und Franz liebt, was er tut.

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Demnächst hat er gleich mehrere Dinge zu feiern: einerseits seinen 18. Geburtstag (für den wir ihm noch nicht gratulieren, weil das bringt Unglück!) und andererseits die Halbzeit seiner Lehrjahre. Und was dann? “Dann kommt erstmal die LAP und dann bleibt zu hoffen, dass ich behalten werde”. Wir sind da zuversichtlich.

Franz’ Karriere begann schon im Kindesalter. Damals noch mit LEGO-Bausteinen, später dann mit echten, wenn es darum ging, beim Haus der Eltern mitzuhelfen. So wie manche den Rhythmus im Blut haben, hat Franz das Granit verinnerlicht. So sehr, dass er meint, seinen Traumjob bereits gefunden zu haben. “Straßenmeister werden ist für mich gerade überhaupt nicht wichtig, ich will auf der Baustelle sein und arbeiten!”

Straßenmeister gibt es derzeit übrigens vier – sie sind dafür verantwortlich, die Arbeiter-Partien in inner- und äußerstädtische Bezirke einzuteilen. Für gewöhnlich bleibt Franz dann so lange auf einer Baustelle, bis diese erledigt ist und wird erst dann zu einer anderen versetzt. Langweile kommt dabei aber keine auf: “Wir asphaltieren, setzen Randleisten, pflastern, mähen im Grünraum, stellen Verkehrszeichen und -spiegel auf und sanieren sogar Brücken”, grinst er uns an.

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Nur einen Hammer auf der richtigen Seite halten können reicht aber nicht aus, um einen Lehrplatz zu bekommen. Bei einem Aufnahmetest werden nicht nur Allgemeinwissen, sondern vor allem mathematische Fähigkeiten abgefragt. “Ich hab z.B. Höhen und Prozente ausrechnen oder Skizzen zeichnen müssen. Im Nachhinein verstehe ich auch, warum. Heute brauche ich das fast immer, vor allem die Skizzen, um die Baustelle in der Vorbesprechung zu verstehen und zu wissen, was zu tun ist.”

Franz bleibt der Straße also treu. Für ihn ist dieser Job weniger der Highway to Hell sondern mehr Stairway to Heaven…

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Fotos: Emanuel Droneberger / Holding Graz

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