Kevin Griebaum
 
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Murtour – Rafting trifft Sightseeing

Ein plötzlicher Fall, Wasser überall, jemand schreit von hinten “Vorwärts! Vorwärts!”. Es ist so laut, dass man ihn kaum hört, keine Zeit zum Nachdenken, der Körper bewegt sich von alleine. Adrenalin füllt die Adern und lässt die Arme rudern, immer weiter rudern. Durch die Stromschnellen, durch den Monsun. Dann ist es so schnell wieder vorbei, wie es da war. Wir sind bei Murtour: Rafting auf der Mur.

Eines vorweg: Man muss nicht verrückt sein, um das auszuprobieren. “Murtour” heißt das Projekt von Christian Kozmuth & Wolfgang Pohl, das sie seit Juli 2014 betreiben. Was man aber schon braucht: ein bisschen Mut, einen wasserabweisenden Charakter und im Optimalfall: 3 bis 5 Freunde, mit denen man im selben Boot sitzt (alter Rafting-Witz, hoho!).

Jeder trägt sein eigenes Boot…

murtour rafting graz sightseeing mur boot action (2)

Bevor man sich aber in die Fluten stürzt, muss man sich erst in den Neopren-Anzug pressen. Wer darin keine Übung hat (*räusper*), fragt sich mehr als einmal, ob der Anzug S ist und man eigentlich L bräuchte. Aber er sitzt dann doch erstaunlich bequem (gelobt sei das dehnbare Material!). Wir fahren mit einem Kleinbus und den Booten im Schlepptau vom Tauchturm Seiersberg nach Andritz. Weinzödl, um genau zu sein. Dort werden uns die Basics des Raftens erklärt: Sitzposition, wie man richtig rudert, Bootsetikette, etc. Erst dann, endlich, lassen wir unser Schlauchboot zu Wasser…

“Beide vorwärts, gemma!”

murtour rafting graz sightseeing mur boot action (3)

Zu sagen “Adrenalin von Anfang bis Ende, keine Verschnaufpause, Rafting pur” wäre gelogen. Das ist aber auch nicht der Anspruch der Murtour. Hier trifft Rafting auf Sightseeing aus einer ganz anderen Perspektive. Es beginnt also ruhig, wir dürfen uns an das Wasser und die Strömung gewöhnen, das Paddeln selbst ausprobieren und uns die ersten Geschichten unseres Guides anhören. In unserem orangen Boot sitzt Wolfgang, das graue steuert Christian. Es dauert aber nicht allzu lange, bis wir das erste Kehrwasser erreichen. Was dort passiert, sieht man am oberen Bild und im Video:

Wer eine seltene Krankheit hat und aus Zucker ist (oder einfach nicht nass werden will), hat hier nichts verloren. Nicht umsonst steht das schon auf dem Wisch, den man vorher unterschreiben muss, drauf. “Wir haben schon alles mögliche erlebt”, lacht Wolfgang. “Da ziehen sich die Leute einen Neopren-Anzug an und sind völlig entgeistert, wenn ihnen auf der Mur plötzlich Wasser entgegen kommt.”

Warum, wie und weshalb?

murtour rafting graz sightseeing mur boot action (4)

Auf die Frage “Warum macht man das eigentlich?” gibt es nur eine Antwort: “Weil’s geht.” Christian und Wolfgang haben es einfach ausprobiert, damals noch mit einem ganz einfachen Schlauchboot. “Wir machen das als Ausgleich und zum Spaß, wir wollen dieses Lebensgefühl auch anderen vermitteln. Diesen Blick von der Mur aus bekommt man sonst nicht – und dass so viele Leute in dieser Saison sich schon bei uns gemeldet haben, das motiviert uns zusätzlich”, erzählt Wolfgang mit einem Grinsen.

5 Kilometer später, nach etwa 1,5 Stunden, ist unsere Murtour auch schon wieder vorbei. Viel zu kurz, wie die Wochenenden und Ferien. Fröhlich über das Erlebte steigen wir tropfend aus dem Boot und wieder zurück in den Kleinbus Richtung Seiersberg. Danke Murtour, das war ein ganz besonderer Nachmittag. Jetzt muss uns nur noch wer aus den Neopren-Anzügen schneiden…

murtour rafting graz sightseeing mur boot action (5)

Weitere Infos:

Fotos: Murtour, Kevin Griebaum / Holding Graz
Video: Kevin Griebaum / Holding Graz

 


1 Kommentar

31/10/2014

Sieht nach sehr viel Spaß aus 🙂

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