Alexander Fünck
 
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Naturschutz: Ein Hotel für Majas wilde Freunde!

Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Maja, Willi und Co.? Von den Bienen der Klatschmohnwiese, deren Abenteuer unsere Augen in Kindertagen leuchten ließen. Doch nicht nur die beliebten Honigbienen sind für uns Menschen von größter Wichtigkeit! Mehr als 600 Wildbienenarten erledigen im Raum Graz den größten Teil der Bestäubungsarbeit, ernten dafür aber viel seltener ein Lächeln und weit weniger Rücksichtnahme.

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Insektenhotels gibt es in allen Größen und Ausführungen, sie sollten bevorzugt an windstillen Plätzen mit Morgensonne angebracht werden.

Was sind “Wildbienen” eigentlich?

Als “Wildbienen” werden übrigens alle Arten mit Ausnahme der Honigbienen bezeichnet. Davon gibt es allein in Graz mehr als 600 verschiedene Arten, 47 davon zählen zu den Hummeln. Die häufigsten bei uns vorkommenden Wildbienenarten sind die Mauer- und Sandbiene, aber auch die Wiesen- und die Steinhummel kommen sehr zahlreich – vor allem in eher naturbelassenen Gärten und Wiesen – vor.

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Die Wiesenhummel, eine von über 600 Wildbienenarten im Raum Graz.

Was ist ein Insektenhotel?

Als Insektenhotel werden Nisthilfen für sämtliche Wildbienenarten bezeichnet. Mit der Aufstellung eines Insektenhotels kann man den winzigen Nützlingen ganzjährig helfen. Diese können entweder selbst hergestellt, oder über den Handel erworben werden. Insektenhotels dienen den Tieren dabei nicht nur als Unterschlupf, sondern auch als Brutkasten für den Nachwuchs. Wer selbst Hand anlegen und etwas tun möchte, nimmt am besten ein Stück trockenes Holz und bohrt 3 bis 5 Millimeter “breite” Löcher, damit wäre bereits ein erster Schritt zum eigenen Insektenhotel getan. Der Naturschutzbund Steiermark hat uns eines zur Verfügung gestellt, für das wir im Innenhof unseres Verwaltungsgebäudes am Andreas-Hofer-Platz auch gleich einen passenden Platz gefunden haben.

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Ein bienenfreundlicher Garten ist wichtig! 

Naturbelassene Gärten mit regionalen Gehölzen und einer bunten Blumenvielfalt sind ein wahres Paradies für unsere Wildbienen. Bäume, wie Weide, Linde, Ahorn und Beerensträucher, wie Johannis, Him- und Brombeeren sind gut geeignet. Streuobstwiesen mit Apfel- und Kirschbäumen sind für Pollen- und Nektarsammler attraktiv. Wichtiger Bestandteil ist die vielfältige Palette der Gewürzkräuter, wie Salbei, Ysop, Thymian, Lavendel oder Schnittlauch. Ab Juni blühen Glockenblumen, Natternkopf, Löwenmaul, Malve oder Phacelie (Bienenfreund). Bienen brauchen während der gesamten Vegetationsperiode Blütenpflanzen, daher ist auf das zeitversetzte Blühen zu achten. Grundsätzlich gilt: Je naturbelassener und “wilder” ein Garten ist, desto mehr summende Nützlinge wird er anlocken!

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Die gehörnte Mauerbiene unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht wesentlich von der Honigbiene.

Fotos: Naturschutzbund Steiermark, Emanuel Droneberger und Alexander Fünck / Holding Graz

Nähere Informationen:

 


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