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Emanuel Droneberger
 
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Der Sauberkeit & Liebe verpflichtet

Bis Ostern sind unsere Sauberkeit-KollegInnen der Stadtreinigung unterwegs und erledigen für Euch mit Besen, Kehrmaschinen und Waschwägen den Frühjahrsputz in Graz. Mit der Sauberkeit ist es wie mit der Liebe. Man kriegt nie genug davon. Kennt Ihr das? „Schau, was man tun kann, damit es noch sauberer wird.“ Damit es mit der Sauberkeit garantiert klappt gibt es für Euch ein Nachschlagewerk, die sich „Wissenswertes vom Wegesrand“ nennt! Ab hier jetzt gut aufpassen, es wird rechtlich, bürokratisch aber es bleibt natürlich informativ. Der Sauberkeit verpflichtet!

In der heurigen Winterdienstsaison haben wir 1.310 Tonnen Splitt ausgebracht, 2012/2013 waren es insgesamt 1.110 Tonnen. HausbesitzerInnen müssen die Gehsteige entlang ihrer Liegenschaften übrigens selbst vom Splitt befreien! Bitte diesen aber nicht auf bereits gereinigte Straßen kehren, sondern in der Restmülltonne entsorgen!

Sauberkeit_Stadtraum_Anrainerverpflichtung_Holding_Graz_Gehsteig_Radaelli

Mein, dein, sein, unser!
Grundsätzlich gilt die altbekannte Regel: Ein jeder kehre vor seiner Tür. Das bedeutet im Klartext: EigentümerInnen von Liegenschaften sind für Gehsteige, Gehwege und den Straßenrand in einer Breite von einem Meter (laut § 93 StVO) entlang ihrer Grundstücke so weit verantwortlich, dass FußgängerInnen gefahrlos und ohne Einschränkungen unterwegs sein können.

Auch sämtliche Kleinabfälle auf Gehsteigen, wie beispielsweise Zigarettenstummel, Taschentücher oder Kehricht, dürfen nicht einfach weggeworfen werden. Und wenn schon, dann muss dieser Abfall von den GrundstückseigentümerInnen entfernt und ordnungsgemäß (nicht in das Rinnsal oder auf die Straße!) entsorgt werden. Die AnrainerInnen sind außerdem verpflichtet, störende Überhänge von Ästen und hereinragende Hecken und Sträucher zu entfernen! Für Radwege und Straßen sind immer die jeweiligen Einrichtungen der Stadt sowie der Holding Graz Services zuständig (ausgenommen sind gemischte Geh- und Radwege und der Straßenrand im Abstand von einem Meter von der Grundstücksgrenze).

Das heißt: Kehren, sauber halten, reinigen, von Blättern befreien und die Schneeräumung gewährleisten fällt meistens in den Aufgabenbereich der Holding Graz Services. Das gilt für rund 950 Kilometer Straßen, 125 Kilometer getrennte Radwege, 50 Kilometer Gehsteige, 36 Kilometer Parkwege, 1.559 FußgängerInnenübergänge, 525 Behindertenparkplätze, 450 Fahrradabstellplätze, 25 Brücken und Stege, 8 FußgängerInnenunterführungen, 25 Stiegenanlagen und 32 Innenstadtplätze.

Nicht zuletzt geht es noch um die im Bereich der AnrainerInnenverpflichtungen liegenden Haltestellenzonen, wobei die Haltestellen,selbst und die Zugänge von den direkt anrainenden Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern so schnee- und eisfrei gehalten werden müssen, dass die Haltestellen immer mühelos erreichbar sind. Es sollte also gar nicht erst so weit kommen, dass man durch den Schnee stapfen muss. Alles, was sich allerdings im Gleis- und Schienenbereich abspielt, fällt in das Eisenbahnrecht und dieses ist wiederum für die Straßenbahnen gültig. Deshalb werden AnrainerInnen zwar rechtzeitig von den Graz Linien aufgefordert, wenn Hecken, Bäume und Sträucher zurückgeschnitten werden müssen – kommen die LiegenschaftsbesitzerInnen dieser Aufforderung nicht nach, greifen die zuständigen MitarbeiterInnen der Holding Graz selbst zu Säge und Schere. Diese „Ersatzvornahme“ kann den Anrainerinnen und Anrainern auch in Rechnung gestellt werden.

Ein Jeder kehre vor seiner Tür. Was muss weg?
Zu breit wachsende Hecken, Sträucher und Bäume. Dabei gilt: Die Grundgrenze ist die Schnittgrenze! Am besten ist, bereits beim Pflanzen einen ausreichenden Abstand von der Grundstücksgrenze einzuhalten!

  • Äste und Sträucher, die Verkehrszeichen, Ampeln und Straßenbeleuchtungen verdecken könnten
  • Überhängende Äste an Kreuzungen, bei Einmündungen, über Gehsteigen und Radwegen. Die Verkehrssicherheit ist beeinträchtigt, wenn sich zum Beispiel Äste im Luftraum oberhalb der Straße nicht mindestens 2,20 Meter über dem Gehsteig und 4,50 Meter über der Fahrbahn befinden.
  • Laub und andere Verunreinigungen, wie zum Beispiel auch Hundekot
  • Erde, die durch verschmutzte Reifen auf die, Wege gelangt
  • Wurzeln, die FußgängerInnen und RadfahrerInnen behindern und in Haltestellenbereichen das Aus- und Einsteigen erschweren könnten
  • Schnee und Eis

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Fotos: Emanuel Droneberger / Holding Graz

 


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