Holding-Blog-Vollmond-Schöckl
 
Alexander Fünck
 
Teilen:
facebook twitter Google+
 

Schöckl: Vollmond – Mythos und Wirklichkeit

“Fly me to the moon!” Ganz so weit mussten wir für diesen Blog zwar nicht fliegen, auf 1445 m Seehöhe gings aber trotzdem – auf den Schöckl! Und wer bei “Vollmond” nur an Wolfsgeheul und Abnehmtricks denkt, liegt auch nicht ganz richtig. Selbst der Mythos, dass uns Vollmondnächte um den wohlverdienten Schlaf bringen, wurde vor kurzem ins Reich der Legenden verabschiedet. Sehr wohl aber kann der Vollmond unmittelbare Auswirkungen auf Gewicht, körperliche Leistungsfähigkeit und Wirkung von Medikamenten haben. Ein mystisch, vollmu(o)ndiger Blog!

Geschichten und Mythen

Johannes Kepler, der von 1594 bis 1600 in Graz lebte und lehrte, war einer der ersten, der das Potential des Schöckl für Himmelsbeobachtungen erkannte. Während seiner Zeit in Graz (Kepler war hier als Mathematiklehrer an der protestantischen Stiftsschule tätig) unternahm er zahlreiche Wanderungen auf den nahen Hausberg. Kepler verbrachte so manche sternenklare Nacht auf dem Schöckl-Plateau, um die Erdkrümmung zu bestimmen und Planetenbeobachtungen durchzuführen (Keplersche Gesetze). Ungefähr zur selben Zeit, waren auch noch andere, überaus mystische Zeitgenossen Keplers auf dem Schöckl zugange: Die Hexen! Glaubt man den lokalen Überlieferungen, so musste im 17. Jahrhundert in einer Vollmondnacht auf dem Berg mehr los gewesen sein, als heute an einem Sonntag im Mai. Zahlreiche Schattengestalten nutzten den Berg demnach als Treffpunkt, um etwa Unwetter für die leidgeprüfte Bauernschaft der Oststeiermark zu brauen oder sich gleich mit dem Belzebub selbst zu paaren.

Holding-Blog-Vollmond-Mythos-Wirklichkeit_01

Runder Mond, runder Bauch – der Vollmond im Alltag

Durchschnittlich alle 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten gibt es einen Vollmond und alle 27 Tage, 13 Stunden und 18 Minuten steht der Himmelstrabant unserer Erde am nächsten. Aber nur einmal im Jahr fallen diese Ereignisse zusammen, das nennen wir dann “Supervollmond”. Wenn es also Vollmondnächte gibt, wo wir meinen dass der Mond noch größer erscheint als sonst, ist das so eine “Supervollmondnacht”! Doch nicht jeder von uns ist “Mondsüchtig”! Manche von uns spüren den Vollmond stärker, andere wiederrum wenig bis gar nicht. Und die Wirkungsweise des Vollmondes auf den menschlichen Körper kann sich deshalb auf verschiedenste Weise zeigen. Vor allem beim Blick auf die Personenwaage glauben viele den Vollmond als Schuldigen entlarft zu haben. Tatsächlich ist es so, dass wir bei zunehmendem Mond auf Dickmacher und Kalorienbomben tunlichst verzichten sollten. Im Gegensatz dazu, kann man bei abnehmendem Mond ruhig einmal über die Stränge schlagen! Medikamente, aber auch Koffein, Alkohol und Tabak entwickeln bei zunehmender Mondphase ebenfalls eine ungleich stärkere Wirkung. Deshalb sollte man mit diesen Substanzen gerade in Vollmond-Nächten sorgsam umgehen!

Holding-Blog-Schöckl-Vollmond-Mythos-Wirklichkeit

Vollmondwanderungen am Schöckl

Silvia Rechberger, selbst ausgebildete Bergwanderführerin, bietet das ganze Jahr über Vollmondwanderungen am Grazer Hausberg an. Zuletzt war sie in der Vollmondnacht des 4. Februar mit einigen “Mondsüchtigen” am Schöckl unterwegs. Die nächste Vollmondwanderung veranstaltet Silvia Rechberger bereits am 5. März. Unter www.bergundalm.at könnt Ihr Euch direkt anmelden. Auch Kollege Enrico war bereits auf der Suche nach dem Vollmond am Schöckl. Übrigens: Gutes Schuhwerk ist dabei Voraussetzung, einen Besen müsst Ihr nicht mitbringen!

Fotos: bergundalm.at und veloblog.ch

 

 


Kommentar hinzufügen