ride roll e-mobility testbericht holding graz linien (5)
 
Kevin Griebaum
 
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Sex, Drugs, Ride & Roll

Wer will sich heutzutage noch entscheiden müssen? Kombinierte Mobilität ist das Stichwort! Die Holding Graz Linien haben seit Anfang Juli ein tolles Angebot, bei dem man Öffis und ein E-Fahrzeug kombiniert: Ride & Roll. Entscheiden muss man sich also doch noch irgendwie, aber dafür haben wir ja diesen Testbericht geschrieben. Es treten nicht gegen- sondern miteinander an: ein E-Bike und zwei E-Roller.

Ride & Roll Runde 1: Das E-Rad „Victoria Sevilla“

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Was mir als alter Herren-Radl-Benutzer gleich als Erstes auffällt: die fehlende Mittelstange, über die man sein Bein so, äh, galant heben muss, wenn man aufsteigt. Man muss nicht Rock-Träger sein, um das angenehm zu finden. Kommen wir aber zur Technik: Das Rad ist kein “Selbstläufer”, sozusagen, hat also kein Daumengas. Man muss schon selber treten, damit sich was tut, allerdings unterstützt das Victoria Sevilla beim Radln. Auf drei verschiedenen Handicap-Stufen gibt es bei einmaligem Treten viel, mittel oder wenig Hilfe. Mit dem Akku kommt man laut Beschreibung bis zu 100 Kilometer weit (zugegeben, wir haben das bei unserem Testbericht nicht ausgereizt). Das hängt aber natürlich davon ab, wie viel Arbeit das Rad macht, und wie viel die eigenen Wadln.

Fazit „Victoria Sevilla“: praktisches E-Rad mit einem Manko

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Das „Victoria Sevilla“ hat im Test durch die fleißige Hilfe beim Radln überzeugt, ist formschön und unisex-geeignet. Einziges Manko: Das E-Bike kann selbstverständlich nicht in den Öffis mittransportiert werden. Zusammen mit einer Halbjahreskarte kostet das Victoria Sevilla 119 Euro im Monat (auf 12 Monate) und geht nach Ablauf der Zeit in euren Besitz über.

Ride & Roll Runde 2: Der E-Roller “E-TWOW”

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Auf den ersten Blick erinnert der E-TWOW an einen gewöhnlichen Roller, den ich auch zu meiner Kindheit für den alltäglichen Ausritt zur Schule mitgenommen habe. Damals Pflicht, heute Kür. Um ehrlich zu sein waren wir überrascht, wie sehr der E-TWOW “ziagt”, sprich, Gas gibt. Bei diesem Modell gibt es das Daumengas, also einen kleinen Hebel auf der rechten Seite des Lenkers, mit dem man Schub bekommt. Der Daumenhebel auf der linken Seite bremst, genauso wie die klassische Hinterradbremse, die man dann mit der Ferse bedient (kennt man vielleicht noch von den nicht-elektrischen Modellen). Der E-TWOW hat in unserem Test keine Probleme gehabt, die im Produktblatt angegebenen 20km/h zu erreichen. Laut selbigem kommt man damit auch bis zu 20 Kilometer weit. Ist der Saft leer, reichen 2,5 bis 3 Stunden an der Steckdose, um den E-TWOW wieder voll einsatzfähig zu machen. Der Roller ist mit seinen knapp 10 Kilo schwerer, als er aussieht, sollte aber auch von Menschen ohne Muckibuden-Erfahrung locker länger tragbar sein. Zusammengeklappt ist er in den Holding Graz Linien transportierbar.

Fazit E-TWOW: rasanter Roller

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Der E-TWOW besticht im Test mit guter Beschleunigung, ist für ein motorisiertes Fahrzeug relativ leicht und zusammenklappbar. Prinzipiell kann man mit mit dem E-Roller dort fahren, wo man auch mit dem E-Rad fahren kann, also auch auf der Straße. Dadurch, dass er aber eher schmal ist, lässt sich damit (ohne E-Antrieb) durchaus auch auf dem Gehsteig fahren. Zusammen mit einer Halbjahreskarte kostet der E-TWOW 74 Euro im Monat (auf 12 Monate) und geht nach Ablauf der Zeit in euren Besitz über.

Ride & Roll Runde 3: der E-Roller “Ucarver”

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Beim schnellen Hinschauen ähnelt der Ucarver einem Mini-Dragster in Tretroller-Form: vorne schmal und nach hinten zu immer breiter. Außerdem habe ich anfangs nicht sagen können, ob am hinteren Ende ein großer oder zwei normale Reifen angebracht sind (es sind zwei normale). Was das Design positiv mit sich bringt: Das Ding steht von alleine und fällt nicht um, wenn man es los lässt (im Gegensatz zum ETWOW). Ungewöhnlich aber dennoch schick sieht er aus – auch diesmal gibt es Daumengas, aber eine Hebelbremse, wie man es vom Rad gewöhnt ist. Diese bremst den gesamten Roller in einer angenehmen Stärke, sodass man weder Angst haben muss, über den Lenker abzusteigen, noch in den Grund der Bremsung kracht. Eine Fersenbremse entfällt bei diesem Modell. Die Beschleunigung war in unserem Test nicht mit der des ETWOW vergleichbar, die Endgeschwindigkeit aber sehr wohl. Beide kommen auf circa 20 km/h. Mit etwa 13 Kilogramm ist er schwerer als sein schlankerer Bruder, dennoch zusammenklappbar und so in den Öffis transportierbar.

Fazit “Ucarver”: bulliger E-Roller für Anspruchsvolle

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Wer mit zwei Rädern nicht auf klar kommt, steht sicher auf den Ucarver (ba-dum-TSCH!). Für enge Gehsteige ist er durch seine Breite nicht so geeignet wie das Vergleichsmodell ETWOW, dafür ist man auf der Straße der König des Viertels. Zusammen mit einer Halbjahreskarte kostet der Ucarver 149 Euro im Monat (auf 12 Monate) und geht nach Ablauf der Zeit in euren Besitz über.

Das Ride & Roll Video von Redaktuer Kevin im Selbsttest:


Weitere Infos:

Fotos: Alexander Fünck / Holding Graz, Kevin Griebaum / Holding Graz

 


2 Kommentare

27/11/2014

Hallo,

I won the Holding Graz “Ride and Roll” packet which included the “e-twow” scooter. I’m having problems with the scooter and need to fix it. Who can I call for this?

Danke,

Alec Wiener

Antworten
    27/11/2014

    Hello Alec,
    please contact our colleagues Kristina Leiner or Michelle Angerer-Nebel:
    +43(316)887-4262 or +43(316)887-4261

    Best regards!

    Antworten

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