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Bianca Riedl
 
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Sicherheits-Tipps: So kommst du sicher durch den Winter

Autofahren, Biken und sogar zu Fuß gehen. Bei Nebel, Nässe, Schnee und Kälte wird so mancher unspektakuläre Move zum potentiellen Sehnenzerr- und Knochenbrech-Gefahrenfaktor. Wir haben die top Sicherheits-Tipps in Sachen „Sicher durch den Winter“ gesammelt.

Die Top Sicherheits-Tipps für’s Zufußgehen, Auto und Fahrrad

Gehen bei Schnee und Glatteis

Geh-Technik: Glatteis ist nicht nur für Autofahrer gefährlich, sondern auch für Fußgänger. Laut Zivilschutzverband Steiermark sollte man beim Gehen nicht hart auf die Fersen auftreten und lieber leicht vornüber geneigt gehen, um einen unkontrollierten Sturz nach hinten zu vermeiden. Niemals die Hände in die Taschen stecken, um notfalls das Gleichgewicht besser halten zu können und einen Sturz abzufangen. Für besonders Motivierte gibt es gezielte Übungen, um Gleichgewicht und Balance zu halten.

Richtiges Schuhwerk: Soll heißen, keine Stöckelschuhe bei Glatteis anziehen, sondern bequeme, feste Schuhe oder Stiefel ohne hohen Absatz und mit einer guten Profilsohle. Außerdem ist es empfehlenswert, Geduld an den Tag zu legen. Bei schlechter Bodenhaftung also kurze Schritte bei gemäßigtem Tempo machen.

HauseigentümerInnen zur Gehwegräumung verpflichtet: Gehwege, Gehsteige und Stiegenanlagen, die entlang eines Grundstücks führen, müssen von Eis und Schnee befreit werden: Laut Gesetz sind Haus- bzw. Grundeigentümer für die ordnungsgemäße Säuberung bei Schnee und gefährdender Verunreinigung (z.B. nasses Laub) verantwortlich. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen rechnen. Kommt eine Person zu Schaden, zB. durch einen Sturz auf einem nichtgeräumten Gehsteig, dann haftet der/die LiegenschaftseigentümerIn. Das gilt übrigens auch bei Dachlawinen! Auch das Wissens um diesen Umstand, gehört zu den Sicherheits-Tipps: Hier gibt’s Infos zu den HauseigentümerInnen-Verpflichtungen in Graz.

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Autofahren bei glatter Fahrbahn

Abstand zum Vordermann: Um Unsicherheiten bei glatter Fahrbahn zu überwinden, empfiehlt sich ein Fahr- und Bremstraining – bei niedriger Geschwindigkeit, auf einem verschneiten Parkplatz. Professionelle Trainings gibt es zB. beim ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum Lang/Lebring oder beim ARBÖ Fahrsicherheitszentrum in Ludersdorf. Grundsätzlich sollten Autofahrer im Winter einen größeren Abstand zum Vordermann einhalten und diesen sowie nach Möglichkeit die zwei, drei davor fahrenden Autos im Blick behalten. Um null Grad wird es besonders riskant. Vor allem auf Brücken und Kuppen sowie in der Nähe von Flüssen und Seen müssen Autofahrer mit Eisglätte rechnen.

Anfahren auf glatter Fahrplan: Wer bei glatter Fahrbahn starten muss, fährt am besten im zweiten Gang an. Das verhindert ein Durchdrehen der Reifen. Lenk- und Bremsvorgänge sollten nach Möglichkeit zeitlich voneinander getrennt werden – sonst verliert das Fahrzeug rasch die Haftung. Gerät man trotz aller Vorsicht ins Schleudern, sollte man auskuppeln und gefühlvoll gegenlenken. Nur wenn das Fahrzeug nicht mehr reagiert, ist eine Vollbremsung notwendig.

Und noch ein Tipp: Bei Streusalz auf der Straße sollte man ab und zu leicht bremsen. Das verhindert, dass sich eine Salzschicht auf den Bremsscheiben bildet, welche die Bremswirkung verringert.

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Fahrrad-Fahren im Winter

Für das sichere Radfahren im Winter gibt’s folgende Sicherheits-Tipps vom ÖAMTC:

  • Umsichtig und vorausschauend fahren. Auf gefrorene Schneerillen und Glatteis achten. Rechtzeitig und dabei auf den Autoverkehr achtend ausweichen.
  • Langsamer fahren. Bei nasser und glatter Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg.
Das Tempo ist vor allem in Kurven entsprechend zu reduzieren.
  • Vorsichtig bremsen. In der Regel nur die Hinterbremse verwenden. Beim Verwenden der Vorderbremse in kurzen Intervallen Bremse ziehen und wieder auslassen.
  • Helle Kleidung. Gerade im Winter ist gute Sichtbarkeit wichtig, am besten mit reflektierenden Streifen.

Die Bike-Profis von Fase24 empfehlen, das Fahrrad noch vor dem ersten Schnee einer Wartung beim Fahrradhändler zu unterziehen:

  • Etwas Luft aus den Reifen lassen, um den Reifendruck zu verringern.
  • Reifen mit Profil geben mehr Grip.
  • Die Ketten etwas ölen. Aber: zu viel Öl kann den Antrieb verkleben!
  • Die Bremszüge einfetten, damit sie auch bei Minusgraden gut funktionieren.
  • Fahrradschloss mit Teflon-Spray behandeln, um ein Einfrieren zu vermeiden.
  • Den Sattel niedriger stellen, damit die Füße bequem den Boden erreichen.

Video: ÖAMTC-Tipps zur Fahrtechnik

Beherzigt man diese Tipps, kann einen so schnell nichts mehr aufs Glatteis führen. Eine Alternative sind außerdem die öffentlichen Verkehrsmittel. In diesem Sinne: Einen schönen, mobilen Winter allerseits!

Fotos:
Bianca Riedl / Holding Graz, Enrico Radaelli / Holding Graz, Emanuel Droneberger / Holding Graz

 


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