Lisa Ulrich
 
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Sightseeingtour mit dem Cabriobus

Noch bis Ende September kann man quasi „oben ohne“ durch die Stadt fahren. Täglich außer samstags um 11 Uhr geht’s los beim Kunsthaus. Wir haben es ausprobiert, und waren überrascht: Die Grazguides des Fremdenführer-Clubs geben Infos zum Besten, die sogar eingefleischten Grazern nach 10 Jahren Wohndauer in der Landeshauptstadt noch neu sind.

Hallo, herzlich Willkommen! Hello, welcome!

Freundlich werden mein Kollege Rene und ich begrüßt, als wir uns an einem sonnigen Mittwochvormittag anstellen, um eine Tour mit dem Cabriobus zu machen. Insgesamt 40 Plätze sind vorhanden und so schnell kann man nicht schauen, sind diese auch bereits voll besetzt. Wir haben Glück und erwischen dank ein paar Touristen eine zweisprachig geführte Tour. Super um eingerostete Englischkenntnisse wieder ein bissl aufzupolieren.  Es wird getuschelt, geknipst und gespannt gewartet, bis es endlich losgeht.

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Wir starten pünktlich mit einer Fahrt durch das Annenviertel, vorbei am Volksgarten, weiter über die Keplerbrücke. Die Fremdenführerin erklärt jeweils auf Deutsch und auf Englisch die wichtigsten Fakten zu den Sehenswürdigkeiten an denen wir gemütlich vorbeifahren. Schon nach wenigen Minuten wird klar, hier kann man auch als Einheimischer noch was lernen. Oft gibt es in einer einzigen Straße so viel zu sehen, dass man mit dem Schauen gar nicht nachkommt, und auch die Fremdenführerin hat große Mühe, mit ihren Erklärungen auf zwei Sprachen mitzuhalten.

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Aus der Innenstadt hinaus führt uns der Weg nach St. Leonhard, durch die schönen Siedlungen mit vielen alten Villen, und am LKH vorbei. Unsere Tour-Führerin hat auch hier die passende Geschichte parat. So war das 1912 erbaute Landeskrankenhaus damals das größte und modernste in ganz Europa. Dieses Gebiet diente den Grazern zu jener Zeit als Naherholungsgebiet, und viele waren nicht gerade begeistert, dass man genau hier ein riesiges Gebäude baute. Doch nicht der ganze grüne Hügel wurde dabei zugebaut, auch heute hat man noch die Möglichkeit, als Patient einer dort ansässigen Klinik, und natürlich auch als Besucher, einen Spaziergang durchs Grüne zu machen. Besonders empfehlenswert ist dabei der direkt angrenzende Leechwald, an dem wir kurz darauf vorbeifahren.

St. Leonhard - UKH - Cabriobusfahrt

Nachdem wir eine Weile wieder stadteinwärts unterwegs sind, wird das Rätsel geklärt, weshalb es sowohl eckige, als auch runde Schilder mit Straßennummern gibt. Mit Geschmackssache hat das nämlich wenig zu tun. Die Eckigen zeigen jeweils die Straßen an, die immer direkt ins Zentrum von Graz führen, die Runden zeigen jene, die um das Zentrum herum führen. So konnten sich schon früher auch Nicht-Grazer ohne Probleme hier zurechtfinden. Außerdem waren alle großen Straßen so ausgerichtet, dass man immer irgendwie den Schlossberg im Auge hatte, denn dieser diente schon damals als einfachste Orientierungshilfe.

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Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt. Wir werden freundlich verabschiedet und machen uns doch ein bisschen schlauer als vorher wieder auf den Weg.

Weiterempfehlenswert, auf jeden Fall nicht nur für Touristen, sondern auch für den ein oder anderen Grazer, der gern mehr über seine Heimatstadt wissen möchte.

Geheimtipp

Übrigens, die Fahrt kann man an ausgewählten Wochenenden auch in der Nacht bei Vollmond machen. Im Preis inbegriffen ist anschließend noch eine Berg- und Talfahrt mit den Schloßbergliften, PLUS ein Gläschen Prosecco, das auf alle TeilnehmerInnen im Aiola Upstairs wartet. Die letzten Termine für dieses Jahr sind der 9. und 10. August sowie 8. und 9 September 2014, jeweils ab 20:30 Uhr, Start ist wie immer beim Kunsthaus.

Tickets bekommt ihr bei Graz Tourismus in der Herrengasse 16.

Fotos: Rene Knabl/Holding Graz, Rudi Watzinger/Holding Graz

 


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