Kevin Griebaum
 
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Steckdose statt Zapfhahn: der BMW i3 im Test

Wenn ich “BMW” höre, denke ich an Protz. Fette Autos, schön tief daherkommend, im Motor scheint ein Discobass verbaut. Als ich dann vor dem i3 stehe, schaue ich kurz auf die Uhr. Nein, es ist nicht der 1. April, das ist kein Scherz und die Kollegen haben mir nicht ein Auto hingestellt, dass ein echter BMW im Kofferraum hatte. Aber schön schaut er schon aus. Hier kommt ein E-Auto-Test, der mich überrascht hat.

Was mir als erstes auffällt: der Schlüssel, der eigentlich keiner ist. Kein kleines Metallteil, dass mit einem kleinen mechanischen Knopf aus der Plastikhalterung springt, sondern nur eine rechteckige Fernbedienung. Da soll nochmal wer versuchen, am Stand der Dinge bei technischen Entwicklungen zu bleiben. Ein paar Sekunden habe ich dann schon gebraucht, bis ich verstanden habe, wie ich das Auto denn jetzt eigentlich “einschalte”. Kein Zündschloss, nur ein etwas versteckter “Start/Stop”-Knopf. Doch wenn das Ding mal läuft, dann beginnt der echte Spaß.

Der BMW i3 im Test

F1-Feeling ohne Soundkulisse

Kinder, lasst euch sagen: Wenn ihr das erste Mal mit einem neuen Auto fahrt, dann seid vorsichtig mit dem Gaspedal. Ihr wisst nämlich nicht, wie viel Druck welche Beschleunigung auslöst. Im Falle des i3 ist das Spiel mit dem Gaspedal ein sehr seltsames: Einerseits lässt die Beschleunigung wirklich nicht zu wünschen übrig und macht vor allem auf langen geraden Strecken sehr viel Spaß – andererseits fühlt sich das Wegnehmen des Drucks am Gaspedal wieder wie eine Bremsung an. Der Grund dafür dürfte daran liegen, dass der i3 so viel Kraft wie möglich einspart bzw. rückgewinnt. Er lädt sich also selbst wieder auf, wenn man nicht Gas gibt. Wer jetzt gerne twittern möchte, das BMW endlich das Perpetuum Mobile erfunden hat, sollte die Euphorie ein bisschen bremsen, denn so stark ist die sogenannte Rekuperation auch wieder nicht. Die Reichweite bei einem voll aufgeladenen i3 wird uns bei etwa 150km angezeigt. Ein Graz-Wien-Trip geht sich also nicht einmal in eine Richtung in einem Stück aus.

Die Zukunft in der Gegenwart

Um zu wissen, dass Elektromobilität im Vormarsch ist und sich in den nächsten Jahren sicher stark weiter entwickeln wird, dazu braucht man keine Kristallkugel. Neben der Nachhaltigkeit für die Umwelt und die Kostenersparnis gegenüber dem gewöhnlichen Spritverbrauch gibt es auch beim Parken einen großen Benefit, der sich nicht unerheblich positiv auf das Geldbörsl auswirken kann: Denn E-Autos (und Hybridfahrzeuge) parken in Graz gratis – vorausgesetzt sie haben eine Parkuhr hinterlegt und halten die maximale Parkdauer ein. Auch das Mobilitätsprojekt tim begeistert seit Herbst 2016 bereits mehrere hundert Menschen in Graz: Klar, wenn man ein Kombi-Paket aus (E-)Carsharing, Öffi-Ticket und (E-)Taxis zu einem sauberen Preis bekommt.

Lust auf ein E-Auto bekommen? Dann fördern lassen oder eines gewinnen!

Wer sich selbst schon flüsterleise und sauber durch die Stadt cruisen sieht, der sollte vor dem Kauf des neuen E-Autos noch einen Blick auf das Projekt “eCO-Pendeln” werfen – damit gibt es nämlich 5.000 Euro Zuschuss für den Kauf eines neuen E-Autos. Noch immer nicht ganz überzeugt? Dann probiert den BMW i3 einfach selbst aus – wir verlosen den schnittigen E-Flitzer für ein Wochenende. Einfach hier teilnehmen. Viel Glück!

 


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