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Enrico Radaelli
 
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Stubenberghaus: “Do hint´n wird glei a Plotz frei!”

Almo Burger, Hirschbraten und Schwammerlsuppe. Vorhang auf für Margareta Katzensteiner und Michael Weixler, die neuen Pächter des Stubenberghaus am Schöckl.

In der Früh brechen wir von Graz auf. Mit dem Postbus geht es vom Jakominiplatz bis nach St. Radegund. Ziel ist unser Hausberg, der Schöckl. Am Weg von der Talstation der Schöcklseilbahn nach oben waren wir begeistert von Ruhe und Stille. Ruhe und Stille, die man unter der Woche in Graz schwer findet. Nach einigen Schritten bergwärts…. Es war eine gute Idee den Rucksack zu packen, die Wanderschuhe anzuziehen und sich für eine Wanderung auf den Schöckl zu entscheiden.

Bergkraxler hereinspaziert ins Stubenberghaus

Die zweite gute Idee des Tages war der Einkehrschwung am Schöckl-Plateau, im Stubenberghaus! Wir stehen an der Bar. Ein stetiges Kommen und Gehen. “Mama, ich mag keine Suppe!”, “Die Chefin ist in der Küche, bitte noch kurz warten.”,  “Ein kleines Bier noch, bitte.”, “Wir sitzen draußen, darf ich bitte was bestellen?”, “Ich warte noch auf zwei Tee.”,  “Zahlen bitte!” – Hektisches Treiben auf 1445 Meter im 125 Jahr alten Stubenberghaus.

Die Ruhe weg hat der neue Chef Michael hinter der Bar. Seine Lebensgefährtin kämpft um das leibliche Wohl der Gäste in der Küche. Er dirigiert sein Personal lautlos und mit vollkommener Ruhe. Er zapft Bier, bedient die Kaffeemaschine, räumt den Geschirrspüler aus und ein…. Dabei vergisst er nicht jeden Gast freundlich im Stubenberghaus zu begrüßen. “Grüß Gott, ein wenig Geduld noch, gleich haben wir wieder einen Platz frei.” Während er Schwammerlsuppe und Hirschbraten serviert, dirigiert er lautlos mit seinen Blicken die übrige Mannschaft vom Stubenberghaus durch die Gästescharren.

In der Heimat ist es doch…

stubenberghaus-schoeckl-kulinarik-berggasthof-naherholung-grazWeil wir den Platz an der Bar gewählt haben, sind wir ganz nah dran am Geschehen. So wissen wir jetzt, dass der gebürtige Grazer Michael für Bertelsmann sogar bis nach Shanghai kam. Zusammen mit Lebensgefährtin Margareta hat es die beiden dann nach Wien verschlagen, dort haben sie einige Zeit drei Lokale betrieben. Ein gewagter Schritt vom Management in die Gastronomie? „Überhaupt nicht, ich hab schon immer gern direkt mit Menschen zu tun gehabt!“, erzählt Michael. Wir nicken zustimmend. Management ist auch heute Sonntag hier in der Gaststube gefragt. Die Liebe zur Heimat und der Hinweis eines Freundes brachte das Duo schließlich zurück in die Steiermark, auf den Schöckl.

Frisch verliebt

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Seit dem Pächterwechsel am 12. Juli gibt es auch die neue Speisekarte. „Wir kochen alles frisch, die Produkte kommen aus der Region, nichts ist aus dem Gefrierfach! Heimat und Tradition sind uns wichtig. Ein Wienerschnitzel kann ja jeder machen.“, erklärt uns Margareta schmunzelnd. So findet die SchöcklerobererIn neben Klassikern aus der traditionellen österreichischen Küche ebenso steirische Schmankerln. Das ist gut und schmeckt. Hausgemachte Nudel- und Teiggerichte stehen für Liebe und Frische in der neuen Küche des Bergasthof Stubenberghaus und dahin entschwindet Margareta auch sofort wieder nach dem gemeinsamen Foto mit ihrem Michael.

Und wenn man so auf die prall gefüllten Teller rund herum schaut, stimmen wir diesen Erzählungen ohne nachzufragen zu. “Alles frisch! Der Almo Burger, auf den sind wir besonders stolz. Wollt ihr auch einen …”

Die dritte gute Idee des Tages.

Links:

Fotos: Enrico Radaelli / Holding Graz, Alexander Fünck / Holding Graz

Mitarbeit: Alexander Fünck

 

 


2 Kommentare

06/10/2014

Sensationeller Bericht
Merci und Daunkschön

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    07/10/2014

    Bitte gerne 🙂

    Antworten

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