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Kevin Griebaum
 
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Die, die dir das Geld aus den Taschen ziehen – Vorsicht vor Taschendieben

Donnerstag, 27. Oktober. Es ist kurz nach 7 Uhr abends, 19.02 Uhr, um genau zu sein. Sonnenuntergang. Dämmerung. Zeit, sich genauer daran zu erinnern, ob man zuhause auch wirklich abgesperrt hat und welche Wertgegenstände man zuvor noch in seinen Hosensäcken hatte. Taschendiebstahl ist ein jahrhundertealtes Geschäft – an Fingerfertigkeit haben die Diebe aber nicht verloren; eher sich neue Tricks ausgedacht.

In einer gemeinsamen Aktion der Stadt Graz, der Polizei und der Holding Graz sollen Taschendieben der Kampf angesagt werden. Mit einem Informations-Mix aus Infoscreens, Durchsagen in den Öffis und Plakaten sollen die GrazerInnen darauf sensibilisiert werden, auf ihre Wertsachen besondere Acht zu geben.

In Filmen werden die „früheren“ Taschendiebe, die im Mittelalter noch Geldsäckchen von Gürteln schnitten, oft als listige Akrobaten dargestellt, die flink wie Wiesel sind und aus so ziemlich jeder Situation durch ihre Agilität entkommen können. Heute ist wohl nicht mehr ganz so stark von Nöten, derart schnell im Weglaufen zu sein, aber was Taschendiebe immer noch haben ist ihre katzenhafte Fingerfertigkeit. In Zusammenarbeit mit der Polizei haben wir hier ein paar „klassische“ Situationen nachgestellt. Hier die wichtigsten Tipps, um präventiv dem Diebstahl der eigenen Wertsachen entgegen zu wirken:

  • Statistiken zeigen, dass Taschendiebe meist internationale Täter sind, in Gruppen auftreten, sauber und adrett gekleidet sowie besonnen und ruhig sind
  • Am besten niemals viel Bargeld bei sich tragen
  • Wertsachen sollte man auf mehrere Taschen verteilen
  • Die Geldbörse in vorderen Hosen- oder Innentaschen aufbewahren
  • Handtasche und Fotoapparat an der Körpervorderseite tragen
  • Im Gedränge besondere Vorsicht walten lassen
  • Achtung bei Handtaschen mit Magnetverschlüssen
  • Vorsicht, wenn sich jemand dicht heran drängt

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Die „Kinder-Masche“

Kinder sind meist geschickter, schneller, gelenkiger und im Gedränge auch unauffälliger als Erwachsene. Deshalb werden in letzter Zeit oft Kinder „geschult“, um schon im frühen Alter kleine Meisterdiebe zu werden.

„Der Rempler“

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Vorsicht, wenn ihr angerempelt werdet. Die Diebe nutzen eine Bremsung oder ein Schlagloch, um Gleichgewichtsverlust vorzutäuschen und dabei blitzschnell die Taschen ihres Opfers nach Wertgegenständen zu durchsuchen.

„Der Anpatzer“

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Ebenfalls als beliebte Masche gilt das bekleckern von potenziellen Opfern mit Eis, Ketchup, Senf oder ähnlichem. Den Dieben ist das furchtbar peinlich und sie helfen beim Abwischen – und ziehen dabei Geldbörsen oder andere Wertsachen aus den eigenen Taschen.

„Die verlorene Börse“

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Ein laut Polizei neuer Trick ist, selbst Geld fallen zu lassen. Das Opfer hilft beim Aufsammeln der Münzen und wird dabei selbst unbemerkt bestohlen. Hier fehlen danach oft ganze Handtaschen.

Fotos: Kevin Griebaum / Holding Graz

 


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