René Knabl
 
Teilen:
facebook twitter Google+
 

Wandertag der Praktikanten – Wir erobern den Schöckl!

Ich habe mittlerweile schon einige Sommer bei der Holding Graz Freizeit verbracht. Ich war schon einige Male am Schöckl zu Besuch, habe dort fotografiert und bereits einige Blogbeiträge geschrieben. Bisher bin ich jedoch immer nur mit der Schöckl-Seilbahn auf den 1445m hohen Berg gefahren. Zu Fuß hatte ich noch nicht das Vergnügen den Grazer Hausberg zu erklimmen. Nun ja, zumindest bis vor kurzem.

Der Bus mit der Nummer 250 fährt pünktlich um 7:42Uhr am Jakominiplatz ab. Die Reise beginnt. Die 40-minütige Fahrt zur Schöckl-Talstation nutzen wir um noch ein wenig Schlaf nachzuholen. Als wir unser Ziel erreichen, orientieren wir uns an der Panoramatafel, die direkt vor der Eingangstür der Talstation steht. Wir entscheiden uns für den Wanderweg mit der Nummer 21/06. Nachdem wir unsere Bergschuhe noch ein letztes Mal etwas fester zusammenschnüren, marschieren wir um 8:30 los. Einige Meter nach dem Start, finden wir zu unserer Rechten einen Kletterpark, den ich aufgrund der dichten Baumkronen beinahe übersehen habe. Kurz überlegen wir, ob wir das Gipfelstürmen verschieben und lieber den Kletterpark unter die Lupe nehmen sollen, aber wir entscheiden uns dagegen. Heute wird gewandert! Das Klettern ist ein anderes Mal an der Reihe.

schoeckl-wanderweg

Der Weg führt nun in den Wald hinein. Tiefhängende Zweige und Brennnesseln zieren den Pfad. Nur kurze Zeit später gelangen wir wieder auf eine asphaltierte Straße. Jedoch soll auch dies nicht allzu lange dauern. Nach 5 Minuten Fußweg führt der Pfad zurück in den Wald. Trotz meiner festen Bergschuhe spüre ich, wie die kleinen Steinchen unter meinen Füßen bei jedem Schritt wegrutschen. Auch bei Linda und Patricia, meinen Praktikanten-Kolleginnen, ist es nicht anders.

Der Weg nach oben ist von zahlreichen Hinweistafeln übersäht. Sie kennzeichnen Pfade, die entweder für Berggeher oder für die Downhill-Fahrer angelegt sind. Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir eine kleine Lichtung. Auf der rechten Seite des nun etwas breiter gewordenen Wanderweges liegt ein Ferienhaus. Abgeschieden von der Außenwelt. Ein sehr guter Ort um sich zu erholen und die Gedanken schweifen zu lassen. Auch wir legen hier eine kurze Trinkpause ein.

schoeckl-wandern

Wir setzen uns wieder in Bewegung, um nicht in der Sonne zu schmelzen, als plötzlich unsere Gespräche durch ein Rascheln im Gebüsch unterbrochen werden. Drei Augenpaare sehen weit aufgerissen in die Richtung des Geräusches. Dort ist etwas. Noch einmal raschelt es. Dann springt ein kleines rotbraunes Eichhörnchen aus seinem Versteck hervor, hält kurz inne um uns zu mustern und klettert dann auf einen Baum. Es verschwindet in den Ästen, aber unsere Neugierde, andere Waldbewohner zu finden, ist nun erwacht. Weitere 30 Minuten vergehen, aber wir erblicken nichts mehr. Nur eine vierköpfige Gruppe kommt uns mit einem Hund entgegen. Andere Waldtiere waren leider nicht zu Gesicht zu bekommen.

Nach 1,5 Stunden Fußmarsch kommen wir bei einem Weg unter der Halterhütte heraus. Ab hier wissen wir, wohin wir gehen müssen. Wir folgen der Straße nach oben, vorbei am Stubenberghaus. Bei der kleinen Kreuzung gehen wir über den Weg für Alle in Richtung Semriacher Kreuz, weil wir von einem Motorikpark hörten und wissen wollen, was es damit auf sich hat.

Linda stürzt sich gleich ins Abenteuer. Über Balanceübungen bis hin zu Sprossen, an denen man sich entlanghanteln kann, fordern nicht nur Kinder heraus. Sowohl Patricia, Linda als auch ich verbringen dort einige Zeit. Wir testen diesen Motorikpark ausgiebig, trinken unsere Wasserflaschen aus und essen unsere Jause. Doch der Hunger war noch nicht gestillt. Weil Patricia voriges Jahr schon einige Erfahrungen mit den kulinarischen Köstlichkeiten des Schöckls gesammelt hat, entscheiden wir uns beim Alpengasthof einzukehren. Linda isst eine Schwammerlsuppe, Patricia und ich eine Buchtl mit Vaniliesauce.

schoeckl-motorikpark

Mit vollgeschlagenen Bäuchen verlassen wir den Schöckl, aber nicht mehr zu Fuß, sondern mit der Gondel. Mit dem Bus geht’s zurück nach Graz. Der Ausflug ist vollkommen gelungen. Man kann es nur weiterempfehlen. Das Gefühl auf den Schöckl zu gehen ist ein ganz anderes, als auf den Schöckl zu fahren. Wir werden es aber bestimmt bald wieder einmal machen, für heute ist der „Wandertag der Praktikanten“ zu Ende.

Fotos: Linda Steurer, René Knabl / Holding Graz

 


Kommentar hinzufügen