Wasser Mythen_5 Mythen zum Wasser
 
Bianca Riedl
 
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Wasser-Mythen: 5 Mythen rund ums Wasser

Jeder tut es, jeder braucht es, jeder will es: trinken! Wir reden nicht über „Game of Thrones“-Trinkspiele oder Shotgun-Dosenbier-Bewerbe. Es geht um kaltes, klares Wasser! Gut 60 Prozent des Normalgewichts eines Erwachsenen mittleren Alters geht aufs Konto des Körperwassers. Da Frauen mehr Körperfett besitzen als Männer, ist ihr Körperwasseranteil etwas niedriger. Bei Kindern beträgt er sogar 70 Prozent. Wir decken die 5 Wasser-Mythen auf, die eng mit dem Genuss des klaren Lebenselixiers einher gehen.

Kaltes Wasser kühlt

Bei Hitze ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Auch wenn wir bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius am liebsten zu eisgekühlten Getränken greifen, sinnvoll ist das eigentlich nicht. Eiskalte Getränke muss der Körper erst einmal auf eine verträgliche Temperatur aufheizen. Kalte Getränke aktivieren daher den Stoffwechsel. Und das lässt uns noch mehr schwitzen. Dafür eignen sich Getränke besser, die ungefähr Körpertemperatur haben und den Körper nicht zusätzlich belasten. Denn unser Körper ist darauf programmiert, alle Speisen und Getränke an unsere circa 36,7 Grad Körpertemperatur anzugleichen. Deshalb wird Kaltes erwärmt und Warmes gekühlt. Menschen in heißen Gegenden der Erde wissen das offenbar – sie trinken verbreitet warmen Tee.

Mythen Wasser_Kaffee entwaessert

Kaffee entwässert

Nach jeder Tasse Kaffee soll auch ein Glas Wasser getrunken werden, da Kaffee „treibt“, so ein häufig gut gemeinter Rat. Aber stimmt es, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht und somit nicht zur Flüssigkeitszufuhr hinzuzählt? Nein, diese Annahme zählt zu den Wasser-Mythen. Es schadet zwar nicht, zu einer Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken, notwendig ist es aber nicht. Für viele Menschen leistet Kaffee einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr. Wer Kaffee genießt, scheidet bis zu 84 Prozent der aufgenommenen Flüssigkeit innerhalb eines Tages über den Urin aus. Wer reines Wasser zu sich nimmt, kommt auf 81 Prozent. Schlappe drei Prozent Unterschied.

Mythen Wasser_Obst essen und Wasser trinken

Wasser und Obst

Eine bekannte Weisheit zu Omas Zeiten: „Kirschen gegessen, Wasser getrunken, Bauchweh bekommen…“ Aber woher kommt dieser Mythos? Obst in Kombination mit Trinkwasser von schlechter hygienischer Qualität waren möglicherweise Auslöser von Magenbeschwerden. Grundlage ist die Annahme, dass die auf der Schale von süßem Obst sitzenden Bakterien und Hefepilze zusammen mit Mikroorganismen aus dem Trinkwasser im Magen einen Gärungsprozess auslösen, der Blähungen und Bauchschmerzen verursacht. Also: Obst und Wasser sind gesund – auch wenn man sie zusammen verzehrt.

Essen und Trinken

Hier liegt die Annahme zugrunde, dass Wasser die Magensäfte verdünnt und so die Verdauung behindert. Hört sich schlüssig an, ist aber ebenfalls nicht korrekt. Dieser Mythos stammt (wie auch einige andere Wasser-Mythen) aus früheren Zeiten. Das Wasser brachte schädliche Keime in den Verdauungsapparat, was der damals herrschenden, mangelnden Hygiene geschuldet war. Tatsächlich ist Trinken zu den Mahlzeiten sinnvoll, gerade wenn eher trockene Lebensmittel wie Brot, Nudeln und Fleisch auf den Tisch kommen.

Mythen Wasser_Wasserverbrauch am Tag

Etwa 1,5 Liter sind genug

Weit verbreitet ist der Glaube, wir müssten täglich bis zu drei Liter trinken, um unseren Bedarf an Flüssigkeit zu decken. Doch das stimmt so nicht. Denn auch mit der Nahrung, etwa, wenn wir Obst und Gemüse essen, nehmen wir Flüssigkeit auf. Damit decken wir bereits ein Drittel des Flüssigkeitsbedarfs. Bleiben also noch etwa 1,5 bis zwei Liter die wir täglich trinken sollten. Bei schweren körperlichen Anstrengungen soll die Flüssigkeitszufuhr natürlich nach oben geschraubt werden.

So viel zu den gängigsten Wasser-Mythen. Jetzt aber: Hoch die Tassen!

Fotos:
Pixabay.com, Bianca Riedl / Holding Graz

 


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