Dieter Demmelmair
 
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Nicht immer dürfen “Maulwürfe” aufgraben

Logisch, dass man nicht ohne Vorankündigung oder Genehmigung die Grazer Straßen aufgraben darf. Die Stadt hat dafür eine Aufgrabungsrichtlinie erlassen – wir haben ein paar Details dazu und verraten, wann NICHT aufgegraben werden darf. 

Exakt 550 Einträge gibt es bei der aktuell gültigen Liste aktiver Baustellen auf der Homepage der Stadt Graz. Freilich: Nicht bei allen Einträgen handelt es sich um Baustellen im eigentlichen Sinn, es werden etwa auch alle “Manipulationsflächen” ausgewiesen, die z. B. zur Lagerung von Maschinen oder Ähnlichem genutzt werden.

Es wird also – wie auch in jeder anderen Stadt – viel aufgegraben in Graz. Dafür gibt es aber strenge Auflagen – diese sind in der Aufgrabungsrichtlinie der Stadt Graz festgehalten. Diese regelt auch, zu welchen Zeiten und wo nicht aufgegraben werden darf. Aufgrabungsverbote gibt es ab drei Tage vor und bis einen Tag nach Veranstaltungen vor Grazer Veranstaltungszentren (z. B. Stadthalle, Stadion) – das bezieht sich natürlich nur auf den Beginn von Baustellen.

Mit Baustellen starten darf man auch nicht rund um Allerheiligen vor unseren Friedhöfen und generell zwischen 15. November und 31. Dezember. Natürlich werden in begründeten Fällen Ausnahmen gemacht.

Auch Abgaben müssen an die Stadt geleistet werden. Etwa für Grabungen an Vorrangstraßen – die kosten pro Laufmeter und Tag 52 Cent, für Nichtvorrangstraßen muss nur die Hälfte bezahlt werden. Dazu fallen u. a. Kosten für Lagerflächen an.

Stichwort aktive Baustellen: Bei den zwei größte aktuellen Bauvorhaben in Graz, den Straßenbahnausbauten nach Reininghaus und Smart City, wird natürlich auch nächste Woche fleißig gearbeitet. Eine Übersicht, was dort genau gemacht wird, finden Sie – wöchentlich aktualisiert – auf der Homepage der Holding Graz.


Übrigens: Schon vor 900 Jahren wurde die älteste noch bestehende Grazer Straße gebaut. Die Sackstraße, heute u. a. Standort von “Kastner + Öhler” und auch als Kunstmeile bekannt, wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Den Namen trägt sie, weil sie anfangs tatsächlich eine Sackstraße war und beim jetzigen Schloßbergplatz endete – dort stand die Stadtmauer. Erst später wurde dort ein Stadttor (“Sacktor”) errichtet. Weitere Infos dazu gibt es hier!  

 


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