Nina mit Kletterausrüstung im Wiki Adventure Park am Hilmteich
 
Kevin Griebaum
 
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“Rutschgefahr!” – Klettern am Hilmteich

Samstag, kurz nach zehn Uhr. Vogelgezwitscher begleitet die Sonnenstrahlen, die durch das Blätterdach brechen. Bäume überall. Man sieht den Wald fast nicht. Über unseren Köpfen sind kreischende und lachende Kinder. Sie tragen Helme und sind mit Gurten an Seilen befestigt. Ganz klar: wir sind im Wiki Adventure Park am Hilmteich.

Eigentlich ist der Park ja für Kinder ausgelegt, aber auch Erwachsene können dort ihren Spaß haben. Wir haben ausprobiert, wie sich so ein Kletterpark anfühlt. Alles beginnt mit dem Anlegen der Ausrüstung. Dazu schlüpft man in einen Klettergurt mit angebrachten Karabinern und einer Seilrutsche. Für das richtige Calimero-Feeling darf der Helm nicht fehlen. Ist alles festgezurrt und sitzt, geht’s ab zur Einschulung. Hier lernen Kinder und Erwachsene in einem Mini-Parcours, wie man die Karabiner richtig von Seil zu Seil umhängt (einzeln, niemals beide gleichzeitig), und versuchen sich das erste Mal auf Schwebebalken. Kind_auf_der_Seilrutsche_im_Wiki_Adventure_Park_am_Hilmteich Die kleine Seilrutsche am Ende macht schon richtig Laune auf den echten Park. Weil wir uns natürlich für ganz großartig halten, nehmen wir gleich die zweite Schwierigkeitsstufe: gelb. Von „luftigen Höhen” kann man hier zwar noch nicht reden, trotzdem bekommt man ein mulmiges Gefühl, wenn die Holzstücke unter den Füßen keinen sicheren Tritt erlauben. Weiche Knie und zitternde Knöchel sind das sichtbare Ergebnis, im Inneren geht eine Achterbahnfahrt aus Angst, Ehrgeiz und Adrenalin ab. Auf dem Schwebebalken inmitten des Wiki Adventure Park am Hilmteich In klaren Momenten kommt leider nur allzu oft die Frage auf, wie die kleinen Kinder vor und hinter uns diesen Parcours so spielerisch schaffen, und wir, ehrlich gesagt, eine peinliche Figur abgeben. Das ist aber alles vergessen, als die erste größere Seilrutsche kommt. Hier darf sich das innere Kind mit euphorischem Jauchzen ausleben. Prädikat: Macht Spaß und ist natürlich viel zu kurz. Die ungewohnte Flut aus Adrenalin sorgt dafür, dass wir uns maßlos überschätzen. Eine schwierigere Route muss her. Vielleicht wird man dort ja mit einer noch längeren und aufregenderen Rutsche belohnt? Keine Zeit, die Routen genau zu betrachten. Wir können das. Und am Ende rutschen wir sicher wieder. Auf geht’s, diesmal müssen wir auf eine Station, die noch fünf Meter höher beginnt, als die letzte geendet hat. Schwierigkeitsstufe 3 Rot! Ein Klacks für uns!. Weit kommen wir aber nicht, denn schon die zweite Station lässt uns verzweifeln. Die an Seilen befestigten Schwebebalken sind für uns unüberwindbare Hindernisse. Weg ist das Adrenalin, das uns Sicherheit gab, alles schaffen zu können. Übrig bleibt kalter Schweiß, obwohl es gar nicht so heiß ist im Wald. Kletterparadies im Wiki Adventure Park am Hilmteich Wir verharren etwas auf der Station, überlegend, ob wir mit der Seilrutsche, mit der wir vorher herüber gerutscht sind, auch wieder zurückkommen. „Wohl eher nicht“, ist das traurige Ergebnis. Es fehlt die Matte, die uns Abschürfungen ersparen würde – sofern wir es überhaupt wieder bis ganz hinüber schaffen würden. Immerhin geht es zurück bergauf. Die einzige Lösung ist also der Weg direkt nach unten. Keine Sorge, wir sind natürlich nicht gesprungen, sondern haben uns abgeseilt. Genauer gesagt, abseilen lassen. Ein Adrenalinstoß der besonderen Art. Nina beim Abseilen im Wiki Adventure Park am Hilmteich Der Wiki Adventure Park am Hilmteich macht sehr viel Spaß. Allerdings muss man auch wirklich einschätzen können, was man sich zutrauen kann und was nicht. Adrenalin in den Adern ist trügerisch, das mussten wir auf die harte Tour lernen. Kevin Griebaum mit Kletterausrüstung im Wiki Adventure Park am Hilmteich Fotos/Video: Kevin Griebaum / Holding Graz

 


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