Dieter Demmelmair
 
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Was die Tennisstars mit Mönchen zu tun haben

Graz steht derzeit im Zeichen der Davis-Cup-Partie Österreich-Uruguay, die am 6. und 7. März in Unterpremstätten steigt. Die Holding Graz ist Partnerin dieses Top-Events – weswegen wir hier ein paar Fakten über den Tennissport aufzählen, die nicht jeder Fan kennt …

Der Davis-Cup ist ja nach Dwight Filley Davis benannt, der als Student in Harvard war und dort Tennis spielte. Davis war später übrigens amerikanischer Kriegsminister (1925 bis 1929) und danach noch drei Jahre Generalgouverneur der damals von den USA beherrschten Philippinen.

Das Mekka des Tennissports liegt mit Wimbledon zwar in England, erfunden wurde der Sport bzw. dessen Vorgänger aber in Frankreich. „Jeu de Paume“, also „Spiel mit der Handinnenfläche“, hieß das Spiel, welches im Jahr 1250 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Und zwar mittels einer Kundmachung, die es Laien verbat, mit Mönchen zu spielen. Damals wurde „Jeu de Paume“ nämlich meist in Klöstern gespielt.

Vom „Jeu de Paume“ kommt auch die spezielle Zählweise beim Tennis. Denn ursprünglich stand man 60 Fuß vom Netz entfernt – machte man einen Punkt, durfte man 15 Fuß nach vorne gehen. Nach einem weiteren Punkt durfte man wieder 15 Fuß nach vorne, war also schon 30 Fuß näher. Und damit der Vorteil nicht zu groß wird, durfte man nach dem nächsten Punkt nur mehr zehn Fuß nach vorne …

Leider ist ja der derzeit erfolgreichste österreichische Tennisspieler Dominic Thiem nicht mit dabei. Er liegt aktuell auf Platz 3 der ATP-Rangliste. ATP steht übrigens für „Association of Tennis Professionals“, das weibliche Pendant dazu ist die WTA („Women’s Tennis Association“). Über den beiden Organisationen steht aber die ITF, die „International Tennis Federation“, die u. a. die Regeln festlegt.

Die ITF hat z. B. bestimmt, dass ein Tennisnetz genau 91.4 cm hoch ist. Oder dass ein Tennisball exakt 56,69 Gramm schwer ist. Und dass nur mehr mit gelben Bällen gespielt wird – aber das gilt erst seit 1986, davor wurden bei den Turnieren nur weiße Bälle verwendet.

Übrigens: Dass ein Fußballfeld etwas größer als ein Tennisplatz ist, ist augenscheinlich. Und zwar viel größer. Konkret: Auf ein durchschnittliches Fußballfeld passen 36 Tennisplätze …

Aber ganz egal, wie viel Sie über Tennis wissen – wichtig ist, dass Österreich gewinnt …

(Fotos: GEPA Pictures)

 


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