Dieter Demmelmair
 
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Wenn eine Haltestelle ihren Namen wechselt, …

… dann kann sie was erzählen. Seit 15. Februar heißt die bisher als “Gebietskrankenkasse” bekannte Bushaltestelle “Österreichische Gesundheitskasse”. Der Umtausch von Haltestellentafeln ist dabei die geringste Arbeit …

Alles begann mit einem Infoschreiben der – damaligen – GKK an die Graz Linien im Vorjahr. Im Schreiben wurde darauf hingewiesen, dass mit 1. Jänner aus den heimischen Länder-Gebietskrankenkassen die “Österreichische Gesundheitskasse” werden würde. Was die Graz Linien damit zu tun haben? Nun, gar nicht so wenig – denn immerhin gibt es eine Bushaltestelle namens “Gebietskrankenkasse”. Besser gesagt: es gab sie. Denn im Schreiben der GKK ging es um die Umbenennung dieser Haltestelle, die von der Linie 30 als Endstation und von den Linien 31, 31E, 32, 33, 35, 39, 40 und 67 sowie die Nachtbuslinien N2, N3 und N6 als Haltestelle in Fahrtrichtung stadteinwärts genutzt wird.

Keine große Sache, so eine Umbenennung, oder? Muss ja nur die Haltestellentafel ausgewechselt werden. Nix da – da hängt viel mehr dran. Wie viel, das haben wir bei den Graz Linien erfragt.

Umbenennungen werden meist von Behörden oder der Stadt angeregt – und müssen zuallererst einmal vom Land (Verkehrsabteilung) genehmigt werden. Gleichzeit wird man intern aktiv – auf den verschiedensten Ebenen. Infos ergehen an die Spartenbereichsleiter, Leiter des Betriebsdienstes,  das Team Linien- und Verkehrsentwicklung, das Team von Planungsmanagement & Infrastruktur, das Team der Werkstätten der  Linien, das Team Dienstplan/Systembetreuung und das Team Mobilitäts- und Vertriebscenter,

Kommt vom Land das OK, werden all diese Teams aktiv. Es werden die Haltestellentafeln neu beklebt, alle Fahrplanaushänge der betroffenen Linien müssen neu gedruckt und an allen Haltestellen dieser Linien ausgetauscht werden. Die Anzeigen auf den Stelen an den Haltestellen (Displays) müssen geändert werden, sprich: der neue Name der Haltestelle muss ins System eingegeben werden, parallel dazu werden die Systeme, die hinter der Homepage der Holding Graz (Fahrpläne) und der Apps der Graz Linien (qando Graz und Graz mobil) überarbeitet. Damit ist dann auch gewährleistet, dass auf den Infoscreens der Busse der richtige Haltestellenname aufscheint. Und bei den Bussen der Linie 30 muss auch noch die Zielanzeige außen adaptiert werden.

Dazu wird bzw. wurde die Umbenennung auch auf der Homepage der Holding Graz kommuniziert, Infos gibt es auch auf anderen Kanälen (z. B. Aushänge).

Und dann muss auch noch die Tondurchsage in den Bussen mit dem neuen Namen der Haltestelle ergänzt werden – davor muss der Name natürlich auch noch aufgenommen werden. Sprecherin dieser Durchsagen ist ja Ex-ORF-Moderatorin Christine Brunnsteiner.

Fazit: Kleine Ursache – große Wirkung …

 


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